Der heutige Text beschreibt nur das Mühsal des Passfahrens und Ärger mit einem Autofahrer. Die Etappen wahren anstrengenden aber schön. Wer mag kann direkt zur Bildergalerie scrollen.
Ich bin der Bummelzug unter den Alpenüberquerern. Das hat eine Reihe von Gründen: kein Elektromotor, kein Rennrad, Gepäck für zwei Wochen, bescheidenes Trainingsniveau und manchmal alles davon gleichzeitig. Das ist aber nicht weiter schlimm. Zumindest die anderen Radfahrer und die meisten Kraftfahrzeuge nehmen gerne Rücksicht.
Nur ein Porschefahrer mit Dyskalkulie musste mich am heutigen Pass mit 15 cm statt 1,5 m Abstand in einer Baustelle überholen und zwang mich zum Anhalten. Wahrscheinlich war er mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe (brumm, brumm, brrrrrrummmm) so beschäftigt, dass er zu keinen anderen Aktivitäten mehr fähig war.
Das ist auch der offensichtliche Nachteil asphaltierter Pässe: Kraftfahrzeuge.
Der gestrige Fernpass war dagegen eine Schotterstrecke durch den Wald. Einmal liegen geblieben, ist es in den steilen Abschnitten kaum möglich, wieder anzufahren. Weil dort keine Kraftfahrzeuge unterwegs sind, wird es dafür auch richtig steil.
Für mich unerwartet anstrengend war allerdings die Abfahrt über Stöcke und Geröll. Zumindest als vorsichtige Bummelbahn ist die Abfahrt fast genauso anstrengend wie der Weg nach oben. Das Gefälle betrug teilweise über 20 %.
Nach dem Fernpass ging es dann gemächlich weiter bis Landeck.
Heute stand die Norbertshöhe auf dem Programm, die direkt nach Nauders führt. Die Straße war asphaltiert: 400 Höhenmeter auf 5 km, dafür aber eine ziemlich gleichmäßige Steigung. Das ließ sich deutlich einfacher fahren als gedacht.
Morgen geht es weiter über den Reschenpass. Danach folgen gerade einmal etwa 100 Höhenmeter und anschließend rund 1.000 Meter bergab bis Meran. Glücklicherweise bin ich dort wohl fast ausschließlich auf ausgebauten Radwegen unterwegs.





Es gibt auch einen echten Bummelzug, der Touristen durch den kleinen Ort kutschierte (leider ohne Foto). In Österreich sind die Rdwege ausgesprochen gut beschildert und immer klargestellt, dass sie auch sonst gesperrte Strecken fahren dürfen.







Ein kurzes Stück führte der Weg heute auch durch die Schweiz.

Die Norbertshöhe
























































































