Die beiden letzten Fahrtage waren lang und anstrengend, sonst aber wenig aufregend. Außer vielleicht Villach, das ein heißer Kandidat auf den Titel „autofreundlichste Stadt Österreichs“ ist (Menschen sind auch toleriert, sofern sie nicht stören).
Es gab viele Flüsse: Slizza, Gail, Drau, Gasteiner Ache und schließlich die Salzach bis Salzburg.
In Salzburg verbrachte ich einen Ruhetag, bevor es morgen mit der Bahn zurückgeht. Die Altstadt von Salzburg ist sehr schön, aber nicht sehr groß. Überall gibt es Galerien, Festspielorte, Geburtshäuser von Mozart etc.
Ich besichtigte den Dom (Frühbarock, sehr imposant). Mit dem Barock geht aber auch das Mystische der Kirchen verloren. So ist auch der Salzburger Dom vor allem protzig hell.
Dann folgte ich der Menschenmasse in ein kleines Gässchen und stieß auf eine Schlange. Bestimmt zehn Meter lang standen alle an, um Würstchen zu kaufen. Eine kurze Recherche ergab, dass es hier die besten Bunsen (Hot Dog mit mehr Würze) geben sollte. Spontan stellte ich mich an und hielt einige Minuten später einen schmackhaften Snack in der Hand. Nur sonderlich würzig fand ich die Bratwürstchen nicht.
Beim weiteren Spaziergang stieß ich auf eine weitere Schlange, die einiges erklärte, zum Beispiel, weshalb mir in den Gassen britische Schals angeboten wurden (nicht meine dringendste Sehnsucht bei 30 °C im Schatten). Oder weshalb die Hotelpreise in Salzburg aktuell so hoch sind.
Denn die Schlange bestand aus Fußballfans, die ein Selfie von sich mit einem Pokal machen wollten. Eine kurze Recherche ergab: Heute findet in Salzburg das Finale um den sogenannten Supercup statt (Fußball, Herren, Europa).

















