West Highland Way: Etappe 6

Heute mit Fotos von gestern und heute. Die Fotos sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge. Das Haus ist unsere Unterkunft von gestern, das Inveroran Hotel. Heute ging es durch die Moor-Highland-Landschaft weiter bis nach Kingshouse.

Wieder gab es eine eher kurze Etappe, so dass wir heute einige Zeit zum Lesen haben.

Das Wetter war im Prinzip ganz okay, nur gab es immer wieder Regen, so dass sich keine längere Pause anbot.

Gelaufene Strecke heute: Knapp 16km. Nach den längeren Strecken der ersten Hälfte und auch der einen oder anderen Trainingstour daheim kam uns das fast kurz vor…

West Highland Way: Etappe 5

Die Etappen heute, morgen und übermorgen sind alle unter 20km. Wir hatten daher morgens mehr Zeit und sind auch schon zeitig am Nachmittag im Inveroran Hotel, unserer heutigen Unterkunft, angekommen.

Der erste Teil unserer heutigen Strecke ging wirklich flott. Breite Wege, moderate Steigung. Am Fluss und den Bahngleisen entlang erreichten wir als Pausenort das Hotel Bridge of Orchy zum Mittagessen und anschließendem Tee.

Das letzte Drittel brachte uns so richtig in die Highlands. Atemberaubende Ausblicke über die Hügel. Ob das die Fotos später gut transportieren können (siehe Fußnote), weiß ich nicht.

Das Wetter war wechselhaft, immer wieder regnete es, Sonne haben wir keine gesehen. Ganz im Gegensatz zu den Daheimgebliebenen… Aber moderater Regen lässt sich mit unserer Ausrüstung ganz gut ertragen. Mit etwas Glück wird es auch in den kommenden Tagen nicht schlimmer, am ehesten könnten wir nach momentanem Stand am letzten Tag nochmal richtig nass werden.

Gelaufen heute: 15km.

(Ohne Bilder, da kein W-LAN. Möglicherweise wird das morgen auch so sein. Ggf. gibt es auch erst übermorgen den nächsten Beitrag.)

West Highland Way: Pausentag

In Tyndrum sind wir für zwei Nächte. Heute haben wir einen Tag Pause vom Laufen gemacht. Der Empfehlung unseres Veranstalters folgend sind wir nach Oban an die Küste gefahren, das gut eine Stunde entfernt liegt. Von den Zeiten und dem Ticketkauf her war der Bus das Verkehrsmittel der Wahl, und es hat auch alles prima geklappt.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang entlang des Piers und ein Stück die Küste den Ort entlang – alle hier gezeigten Fotos sind hier entstanden – gab es leckeres Seafood zu essen. Ein Bummel durch die Stadt schloss unseren Aufenthalt ab, der zu unserer positiven Überraschung von Sonnenschein begleitet war.

Wieder in Tyndrum angekommen, gab es eine Tasse Tee, eine ausgiebige Lesepause und schließlich den Besuch des Tyndrum Inn fürs Abendessen. Im B&B trafen wir Jim, der seit vielen Jahren im Ehrenamt für den West Highland Way arbeitet und daher immer wieder auf der Strecke unterwegs ist. Die Zahl der Wanderer habe sich sehr stark erhöht, erzählte er – neben einigen guten Tipps für unsere noch bevorstehende Strecke.

Tatsächlich treffen wir sehr viel mehr Wanderer als voriges Jahr auf dem Kerry Way in Irland. Ein weiterer Effekt: Es gibt mehr Snack- und Einkaufsmöglichkeiten unterwegs als auf dem Kerry Way. Das soll auf den nächsten Etappen anders werden. Wir haben uns hier in Tyndrum gut ausgestattet mit haltbarer, energiereicher Kost.

West Highland Way: Etappe 4

Wer nicht selbst dabei ist, für den sind die immer ähnlichen Beschreibungen und Bilder vermutlich eher langweilig. Ähnlich wie mit den ganzen Pferdchenbildern vom vorigen Jahr, als ich im Dartmoor war.

Unterwegs hat das Wetter eine ziemlich wichtige Bedeutung. Ob man nass und durchgepustet ankommt oder trocken und im Sonnenschein, ist eben schon ein deutlicher Unterschied. Heute fing es mit leichtem Regen an, der uns den Tag über begleitete. Erst in der letzten Stunde unserer Wanderung regnete es so stark, dass wir schließlich doch nasse Füße bekamen.

Dagegen hilft übrigens wirklich super Zeitungspapier. Über Nacht in die nassen Schuhe gestopft, nimmt es die Feuchtigkeit so gut auf, dass man morgens wieder zumindest innen trockene Schuhe hat. Bei uns daheim müssten wir wohl auf die Rathaus-Rundschau, unser Nußlocher Gemeindeblatt, zurückgreifen. Andere Medien – Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, c’t – lesen wir mittlerweile digital. Und Bits und Bytes kann man nicht in Schuhe stopfen. (Ansonsten vermisse ich es nicht, jede Woche so viel Papier wegzuwerfen.)

Heutige Strecke: Die bisher kürzeste mit 21km. Die nächsten drei Etappen sind aber noch kürzer. Doch zunächst machen wir einen Tag Pause hier in Tyndrum. Vielleicht gibt es dafür morgen auch mal Fotos mit anderen Farben als den Dutzenden Grüntönen, die es zuletzt gab und unten noch weiter gibt.

West Highland Way: Etappe 3

Ha, ha, gestern schrieb ich was von anspruchsvoller Strecke. Und hatte doch schon gelesen, dass in unserer Tourbeschreibung für heute stand: The most challenging tour. Das war nicht gelogen. Heute waren wesentlich mehr Kletterstrecken über Felsen und Geröll, mehr Wasser, das über de Weg floss und mehr unregelmäßige Steigung. Viele Bäche und Wasserfälle brachten das heutige Regenwasser in Richtung des Loch Lomond, und manchen Strom mussten wir überqueren.

Auf den ersten zwei Dritteln ging es wieder mehr durch Wald. Ein paar Fotos mit diesem Charakter gab es ja schon gestern. Die anderen Fotos von heute sind auch vorwiegend grün, vielleicht für die Leserin oder den Leser langweilig, die oder der nicht mit uns gelaufen ist. Doch dies ist ja auch ein bisschen Tagebuch für uns selbst, so dass ich unsere intensivsten Eindrücke aufschreiben mag.

Wettertechnisch hatten wir viel Glück: Vorhergesagt war ein ganzer Tag Regen. Es wurde ein halber daraus, am frühen Nachmittag kam die Sonne durch und begleitete uns bis zum Ende der Tour.

Gerade die lange Strecke nahe dem Ufer zum Loch Lomond war einfach atemberaubend. Zwar waren sicher wieder recht viele Leute gleichzeitig auf Tour, die ausgebuchten Unterkünfte deuten klar darauf hin. Doch im Wald bekommt man davon kaum etwas mit, nur manchmal wird man überholt oder überholt auch mal andere Wanderer. Manche nehmen ihr ganzes Gepäck mit und lassen es nicht komfortabel von Unterkunft zu Unterkunft bringen wie wir.

Auf den letzten Kilometern verließen wir das Loch Lomond und hatten deutlich Highland-Feeling. Die Landschaft wird in den nächsten Tagen sicher immer mehr davon bieten. Morgen haben wir nochmal eine ordentliche Tour, dann machen wir einen Tag Pause.

Gelaufene Strecke heute: 25km. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag deutlich unter der von gestern und vorgestern. Wer die Orte nachschauen möchte: Es ging heute von Rowardennan bis Inverarnan.


West Highland Way: Etappe 2

Eine sehr intensive Etappe haben wir heute absolviert. Zunächst haben wir uns den Ausblick auf Loch Lomond durch den Aufstieg auf den Conic Hill verdient. Der Tag heute hielt für uns die meisten Höhenmeter unseres Urlaubs bereit, etwa ein Fünftel der gesamten Höhenmeter absolvierten wir, wenn auch nicht an einem Stück.

Die ersten drei Fotos zeigen die Landschaft vor und beim Ausblick nach erfolgtem Anstieg. Danach ging es steil runter, und die zweite Hälfte der Strecke führte durch Wald entlang des Ufers vom Loch Lomond. Wir hatten wirklich viel Glück mit dem Wetter, so dass wir gerade im Wald das schöne Licht sehr genießen konnten.

Kulinarisch sind wir auf den Geschmack von Haggis gekommen. Unsere Gastgeberin empfahl uns, in dem einen Pub Haggis Pie zu probieren, das sei von exzellenter Qualität und als Einstieg geeignet, um auszuloten, ob das mit dem Haggis zum eigenen Geschmack passt. Und tatsächlich schmeckte es uns so gut, dass Peter und ich heute Mittag in Balmaha auf halber Strecke bei der Mittagspause gleich eine Portion Haggis mit Turnip (Rübe) verdrückten.

Gelaufene Strecke heute: 25 km.

Morgen steht uns die anstrengendste und herausforderndste Etappe bevor. Der Wetterbericht ist nicht so vielversprechend, wir müssen uns wohl auf Regen während einiger Stunden am Stück einstellen. Mal schauen….

West Highland Way: Etappe 1

Die heutige Etappe war zum Warmlaufen. Wenig Steigung, breite Wege. Zuerst ging es durch Wald, später wurde es mehr so, wie man sich die Highlands vorstellt. Inklusive Schafen und Rindern, deren Weiden man überquert.

Vom Wetter her konnten wir gleich mal die Regenkleidung so richtig testen. Im großen und ganzen hat sie sich bewährt. Zu 100% trocken bleiben zu wollen ist sicher illusorisch. Morgen soll das Wetter trockener bleiben, an den weiteren Tagen steht uns noch einiger Regen bevor… Dafür gibt es einige Foto-Impressionen mit der vorherrschenden Farbe grün.

Gelaufene Strecke: 23 Kilometer. (Ich rechne dabei von Unterkunft zu Unterkunft – die offizielle Etappenlänge wird also typischerweise etwas kürzer sein.)

Nach dem Urlaub erstelle ich aus den GPS-Tracks wieder eine Karte und stelle sie hier zur Verfügung. Wer unsere Etappen schon vorher nachvollziehen möchte, dem sei die offizielle Seite des West Highland Ways nahegelegt, wir wandern genau die acht Etappen, die unter „The Route“ gelistet sind.

Schottland: West Highland Way

Ab morgen wandern wir auf dem West Highland Way. Der Startpunkt liegt in Milngavie, das wir heute gut erreichten. Flug nach Glasgow, Bus zum Bahnhof, weiter mit der Bahn. Den heutigen Abend genossen wir bei Bier und leckerem Essen im Pub und liefen bereits am Startpunkt des 155 km langen Fernwanderwegs vorbei:

Eigentlich haben wir schon einen Urlaub in Raten vorab genossen, denn als Vorbereitung sind wir an vielen Wochenenden dieses Jahres bereits auf langen Wanderungen unterwegs gewesen. Zunächst hatten wir uns den Neckarsteig vorgenommen. In der Richtung von Bad Wimpfen nach Heidelberg sind die Etappen so gestaltet, dass man zumeist zur S-Bahn fahren kann, dort das Auto abstellt, mit der S-Bahn zum Ausgangspunkt fährt und dann die Etappe läuft.

Da wir die letzte Etappe bereits Ende März absolviert hatten, liefen wir einige der längeren Wanderungen aus dem Rother Wanderführer für den Kraichgau. Wir fühlen uns also gut vorbereitet und freuen uns auf die kommenden Tage. Mit von der Partie, wie bereits bei den meisten Vorbereitungstouren, ist unser Freund Stefan.

Irland: Finaler Blogbeitrag

Und schon ist der Urlaub wieder vorbei, und wir sind gut daheim angekommen. Ich reflektiere nochmal ein wenig.

Der Schwerpunkt mit der Wanderreise war ganz wunderbar. Ganz sicher wiederholenswert. Einzig an der Regenausrüstung können wir noch optimieren, sind wir doch einige Male ziemlich nass geworden. Regengamaschen helfen womöglich, um nicht ganz so schnell nasse Schuhe zu erhalten, wir werden uns mal erkundigen. Und auch für die Rucksäcke darf noch was Wasserfestes her, ein Überzug etwa. Unsere alten Rucksäcke, die 2003 mit in Costa Rica – dem faszinierenden Land mit der nassen und der sehr nassen Jahreszeit – waren, hatten so etwas.

Die Iren sind wirklich sehr freundlich. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und hatten durchweg angenehme Begegnungen. Auch herrscht nicht wirklich große Angst vor Kriminalität, so manches Fahrrad war eher symbolisch angeschlossen, und manche Unterkunft hatte kein nennenswertes Schloss an der Zimmertür.

Die Wanderwege waren oft sehr gut ausgebaut. Hier stecken – nachvollziehbar durch entsprechende Schilder – auch einige EU-Gelder in der Infrastruktur. Touristisch betrachtet waren vor allem Briten, Franzosen und Nordamerikaner unterwegs. Natürlich auch einige Deutsche, aber eben nicht mehrheitlich.

Ein besonderes Highlight war auch die Musik, die wir bei unserem Aufenthalt in Connemara erlebt haben.

Insgesamt ein sehr schöner Urlaub in einem sympathischen und gastfreundlichen Land!

Unser nächstes Ziel sind die Chiemgauer Alpen, wir haben einen Reittrail gebucht, der uns an vier Reittagen und für drei Nächte auf eine Alm führt. Hierfür werde ich voraussichtlich keinen mehrteiligen Bericht schreiben – aber vielleicht einen Beitrag mit einer kurzen Beschreibung und dem einen oder anderen Foto.

Irland: Hawk Walk in Sligo

Unser Urlaub hat die letzte Station erreicht. In Coopershill im County Sligo, unserer nördlichsten Station, dürfen wir in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert residieren. Auf weitläufigem Gelände steht dieses Anwesen. Im folgenden Eindrücke von außen und von unserem Zimmer von innen.

Unser heutiger Ausflug führte uns auf einen einfachen Wanderweg mit Ausblick auf die Umgebung. Zeitlich hielten wir unsere heutige Wanderung eher kurz, denn nachmittags wartete noch ein besonderes Highlight auf uns. Doch zunächst die Eindrücke vom Rock Hill. Neben den Ausblicken noch Makro-Aufnahmen der Flora und Fauna. Ob die Raupe tatsächlich zu der Sorte Schmetterling auf dem anderen Bild wird, wir wissen es nicht. Sollte hier eine Biologin oder ein Biologe oder allgemein eine Person mit geeignetem Fachwissen mitlesen, wir würden uns über eine Info freuen.

Nachdem wir jetzt doch einige Tage lang sehr viel Regen hatten, waren wir über das heute erlebte trockene Wanderwetter richtig begeistert. Doch es sollte noch schöner werden, denn unser für 17 Uhr angesetzter Hawk Walk fand bei allerbestem Wetter statt.

Eine Stunde lang durften wir mit Darren von der Sligo Falconry und seinem erst ein Jahr alten Wüstenbussard spazieren gehen. Dabei erzählte er sehr viel über die Falknerei, über die Eigenschaften speziell der Wüstenbussarde und ihre Zucht. Den Bussard, der mit uns unterwegs war, hat er selbst gezogen.

Wir bekamen beide einen Lederhandschuh, und der Vogel wurde losgelassen. Ein paar Mal durften wir ihn auf unserem Handschuh landen lassen, natürlich bekam er dafür jeweils einen kleinen Snack. Wie wir im Laufe der Stunde lernten, handelt es sich um männliche Küken, die eben in diesem Fall nicht geschreddert wurden, sondern als Vogelfutter endeten.

Unterwegs riss der Vogel sogar erfolgreich eine Maus. Plötzlich war er von seiner Position auf einem Baum auf den Boden geflogen. Wir könnten ihn dann beim Verspeisen des Nagers beobachten. Im Vergleich zu unseren Katern war die Maus noch schneller verputzt…

Insgesamt ein absoluter Höhepunkt!

Morgen ist unser letzter Urlaubstag, übermorgen müssen wir nach dem Frühstück Richtung Dublin aufbrechen, um am Nachmittag den Flug nach Frankfurt erreichen zu können. Daheim erwartet uns die Sommerhitze – wir sind alles andere als unglücklich, dass wir statt im Büro zu schmoren (was uns nächste Woche ja sicherlich noch bevorsteht) hier bei wesentlich angenehmeren Temperaturen die Hitze vermeiden könnten – dass wir dabei einige Male wirklich nass wurden, gehört zu Irland wohl dazu!

Wahrscheinlich ist dies somit mein vorletzter Beitrag zu unserem Irlandurlaub. Entweder gibt es morgen Abend noch Eindrücke von unserer geplanten Wanderung, oder ich schreibe dann von daheim noch ein Fazit zusammen mit den letzten Impressionen. Schon jetzt sage ich besten Dank an alle Leserinnen und Leser!