Wir sind gut in Neapel angekommen! Am Flughafen in Frankfurt war alles völlig stressfrei, kurze Schlangen, Koffer kamen an, also insgesamt nix zu spüren von Problemen.
Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung, dies haben wir für einen ersten Spaziergang durch Neapel genutzt. Die typischen Gassen haben uns gleich fasziniert, ein leckeres Eis wurde glücklich aufgegessen, denn das beste Eis gibt es einfach direkt in Italien… und der Blick auf den Vesuv rundete den Spaziergang ab. Abends erstes Kennenlernen mit der Reisegruppe mit gutem Eindruck.
Heute ging es in Richtung Pozzuoli nördlich von Neapel. Dort lernten wir im Zusammenhang mit den Phlegräischen Feldern die Vokabel des Tages: Bradyseismos. Das ist laienhaft gesagt ein Phänomen, bei dem sich die Erde durch vulkanische Aktivitäten hebt und senkt.
An Besichtigungen standen Rione Terra, die Altstadt, die erst kürzlich nach aufwändigen Restaurationen wieder hergestellt wurde. Zuvor musste sie wegen Bedrohungen durch den oben genannten Bradyseismos evakuiert werden. Unter der Altstadt sind Straßen und Mauerwerke der römischen Zeit freigelegt und zugänglich gemacht worden. Eine erste Einstimmung auf Pompeji und Herculaneum, die uns noch erwarten.
Die Stadt hat auch ein Amphitheater, das zwar kleiner als das Colosseum in Rom ist – aber Zugang zum Bereich unter der Arena ermöglicht. Also in die Gänge, durch die Gladiatoren liefen oder nach der Vorstellung abtransportiert wurden. Es war eben jeder Kampf eine, ähm, Premiere. Unter dem Amphitheater hätte ich gut und gerne noch eine Weile fotografieren können. Perspektiven und Lichteinfall waren wirklich faszinierend. Peter und ich sind beide mit guten Kameras ausgestattet. Kleines “Problem“: Ich mache daher weniger Fotos mit dem Handy, es gibt hier also vielleicht nicht sooo viele direkte erste Eindrücke.
Abends waren wir im Spanischen Viertel, also dort, wo die beinahe klischeehaften Gassen sind, essen. Es ist Samstag, und so waren viele Neapolitaner unterwegs, es gab also auch viele vorbeiziehende Menschen zu beobachten.
Blick auf den VesuvTypische enge Gasse im Spanischen ViertelPozzuoliUnter dem Amphitheater von Pozzuoli
Die Überschrift sagt es schon: Wir durften wieder viel erleben! Hier ein kleiner Schnelldurchlauf, bei dem ich bestimmt noch das eine oder die anderen vergesse. Achtung, es wird ein langer Text… im Zweifelsfall einfach nach unten scrollen, ein paar Bilder anschauen und so auch einen Eindruck erhalten…
Zuerst möchte ich die vielen tollen Besuche nennen, die wir entweder selbst abgestattet oder durch andere erhalten haben. Wir haben uns über jedes dieser Treffen sehr gefreut! Und hoffentlich liegt nicht wieder so viel Zeit zwischen uns bis zum nächsten Wiedersehen! Ganz herzliche Grüße nach Altheim, nach Bremerhaven, nach Soest, nach Zossen, und hier im Umfeld an gleich eine Reihe von lieben Menschen!
Wir waren unterwegs. Zunächst ein paar Tage in Hamburg. Dort durften wir ein Konzert in der Elbphilharmonie genießen. Gegeben wurde ein Orgelkonzert von Naji Hakim. Ich muss zugeben, diesen Künstler hätte ich vermutlich nicht kennen gelernt, wenn sich nicht die Kombination aus Datum und dem Wunsch des Konzertbesuches ergeben hätte… (noch dazu hatten wir die Karten eigentlich für ein Konzert mit Klavier und Orgel gekauft, das coronabedingt abgesagt und durch dieses Konzert ersetzt wurde). Aber auch das ist etwas, was wir seit Anfang 2020 nicht mehr hatten: Sich auf etwas einlassen und sich überraschen lassen. Beim Theaterabo erlebt man auch immer wieder Kultur, die man sonst nicht gezielt aussuchen würde. Jedenfalls insgesamt ein tolles Ereignis!
Ansonsten haben wir uns Hamburg erlaufen, eine Hafenrundfahrt unternommen und einige Stunden in der Kunsthalle verbracht.
Für mich ging es weiter zu meiner Freundin, die ich am längsten kenne – noch von Schulzeiten. Von Hamburg nach Bremerhaven mit dem 9 Euro Ticket, und dort vor Ort haben wir einfach vor allem die Zeit zerbracht, um viel zu sprechen, uns gemeinsam an eins zu erinnern und einfach ein wunderbares Wochenende miteinander zu verbringen.
Für mich ging es dann noch weiter. Nach Berlin fuhr ich ohne Peter, verbrachte dort ein paar Arbeitstage in der Berliner SAP-Niederlassung. Karten für die Philharmonie (Händel: Israel in Egypt) und die Staatsoper Unter den Linden (Puccini: Turandot) hatte ich vorab gekauft. Doch schon wieder: Planänderung durch Corona. Das Konzert in der Philharmonie wurde abgesagt. Macht nix, es gab genug zu erleben, so die Fête de la Musique mit Straßenkünstlern am 21.6. Und die Turandot hat dann tatsächlich stattgefunden und war super.
Einen kompletten Tag hatte ich dann noch zur freien Verfügung. Mein Plan: Tageskarte für die Museumsinsel kaufen und schauen, wie weit ich komme. Ähm, es wurden dann insgesamt 5 Museen… Wobei das letzte nur vielleicht zählt, ich bin kurz nach 17 Uhr noch ins Bode Museum gegangen, obwohl ich nach dem Pergamon-, dem Neuen Museum, der Gemäldegalerie und dem Pergamon Panorama (der Pergamon Altar ist derzeit nicht zugänglich, stattdessen gibt es eine separate Ausstellung mit 360 Grad Panorama – aus meiner Sicht kein Muss…) schon ziemlich platt war…
Als Abschluss gab es einen Besuch in Zossen, auch hier wie in Bremerhaven stand das Treffen mit lieben Menschen im Mittelpunkt.
Ganz ohne Bilder muss unser Mega-Kultur-Projekt auskommen. Im Januar veröffentlichte das Nationaltheater Mannheim sein Programm. Dabei: Als letzte Aufführungen vor dem großen Umbau (für etwa fünf Jahre geht es jetzt erstmal in Ersatzspielstätten) und zum Abschied des Generalmusikdirektors Alexander Soddy, der nach Wien weiterzieht, gibt es einen kompletten Zyklus Ring des Nibelungen! Nun sind wir mit Wagner nie so warm geworden – aber wann wenn nicht in Mannheim sollten wir es wagen? Also Karten gekauft. Vier Termine, alle im Juli, ca. im Wochenabstand. 16 Stunden Oper. Und was soll ich sagen: Es war ein absolut krasses Erlebnis! Wir haben uns an allen vier Terminen die gut 45minütigen Einführungen angehört, was super hilfreich war, zum Verständnis immens beitrug und uns so den Einstieg wirklich unterstützte. Absolut intensives Gesamterlebnis, und wir müssen unser Verhältnis zu Wagner völlig überdenken.
… gesagt getan, man muss in momentanen Zeiten einfach beherzt zur Tat schreiten, wer weiß, ob es wieder lange Lockdowns oder was auch immer gibt. Jedenfalls: Wir waren bei den Bayreuther Festspielen und haben eine Vorstellung von Tannhäuser besucht. Auch das eine absolut intensive Erfahrung, denn die Festspiele an sich sind ja schon ein echtes Happening, mit zwei Pausen à einer ganzen Stunde, so dass bei Beginn um 16 Uhr die Rückkehr im Hotel doch erst um fast 22 Uhr ist. Dort nahmen wir noch eine vorher reservierte Brotzeit ein und purzelten dann müde, aber glücklich ins Bett.
Und zwischendurch war noch das Mittelalterfest in Angelbachtal, auf das wir uns auch sehr gefreut hatten. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, in Gewandung dorthin zu gehen. Auch dies wieder super – und heiß ersehnt, nachdem es drei Jahre dauerte, bis wir wieder hin durften…
Und nun noch der Ausblick, denn mit diesem Beitrag arbeite ich sozusagen nur noch schnell all das ab, was seitdem passiert ist: Denn morgen geht es in den Urlaub. Auf dem Programm stehen Neapel und Kampanien. Und weil dort so viel ist, was wir sehen möchten, haben wir uns das zweite Mal seit unserer Griechenlandreise 2010 für eine Kulturreise mit Studiosus entschieden. Zu dritt zusammen mit Stefan geht es morgen los, so dass es hier in den nächsten Tagen gleich weitergeht…
ElbphilharmonieMehr Elbphilharmonie draußen…… und Elbphilharmonie drinnen.Kunsthalle HamburgUnd Wechsel nach BerlinTurandot in der Staatsoper Unter den LindenPergamon Museum ohne PergamonAuf der Museumsinsel mit Blick auf NofreteteMuseumsinsel, es war ein langer, inspirierender Tag!Endlich wieder Mittelaltermarkt in AngelbachtalUnter dem zuschauenden Volk beim RitterturnierIn der ehrwürdigen Halle: Festspielhaus Bayreuth: Bevor Tannhäuser beginnt…Opern-Immersion: Performance von Venus und ihrer Crew als Teil der InszenierungNach der Aufführung: Brotzeit um 22 Uhr
Nach unserer Wanderung auf dem Hermannsweg machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Soest. Freunde von uns wohnen dort. Zunächst haben wir zu viert einen wunderbaren und informativen Rundgang durch die Stadt unternommen. Das Wetter wurde dabei immer schöner.
Doch der Höhepunkt stand noch bevor. Denn just an diesem Abend war doch eigentlich die mittelalterliche Stadtführung geplant. Ausgerichtet wird diese von den Soester Mittelalterfreunden e.V. – in dem unsere Freunde sehr aktiv sind. Diese Aktivitäten haben wir bisher lesend verfolgt und durften sie dieses Mal live erleben. Da wir ja selbst zumindest als Zuschauer gerne etwa beim Mittelalterfest in Angelbachtal sind, waren wir natürlich total begeistert.
Nochmal ganz herzlichen Dank an Simone und an Jost (übrigens der aktivste Kommentator hier – auch dafür besten Dank!) für die Gastfreundschaft und die wunderbare Zeit in Soest!
Fachwerk, Kirchen, und bei unserem Besuch bestes WetterAus Kirschblüte folgt BlütenteppichMehr Fachwerk (und eine Kirche lugt hervor)Dieses Mal Fachwerk mit WehrturmUnter dem Osthofentor: Blick in die AltstadtAm hübschesten fanden wir die Hohnekirche mit ihren Decken- und Wandmalereien.Besonderer Höhepunkt: Die mittelalterliche Stadtführung „Gassen-Intermezzo“Bei der unser Gastgeber auch eine Rolle spielteMit Anekdoten: Wie wurde das Pumpernickel erfunden – und benannt?Kleiner Disput zwischen Waschweibern und Stadtwache …
Tja, da ist es schon. Mein letztes Posting vom Hermannsweg. Nicht jedoch das letzte vom Urlaub, Peter und ich freuen uns noch morgen auf Soest, dem ich sicher gerne einen eigenen Artikel widmen werde.
Gestern war eine sehr schöne Etappe durch den Frühling. An Fotos habe ich allerdings nur das vom Aussichtsturm „Eiserner Anton“ eingefügt – unterwegs gab es zwar viel schönes Grün, aber ich habe einfach nicht viel fotografiert.
Dafür standen heute gleich zwei Wander-Highlights auf dem Programm. Das dritte, die Adlerwarte Berlebeck, mussten wir aus Zeitgründen auslassen. Immerhin hatten wir gut 24 Kilometer zu bewältigen, und noch dazu 620 Höhenmeter. Zum Glück sind wir gut eingelaufen und haben auch den achten Tag in Folge gut geschafft.
Etwa auf der Hälfte der Strecke erwartete uns nun der Namensgeber unseres Weges: Hermann auf seinem Denkmal. Nun mag man das etwas protzige Zurschaustellen durchaus auch kritisch sehen – beeindruckend ist das mehr als 50 Meter hohe Denkmal allemal. Unsere Annäherung daran zeigt die Fotostrecke unten. Dank des guten Wetters hatten wir tolle Blicke über den Teutoburger Wald und die nördlich und südlich gelegenen Ebenen mit den dortigen Orten.
Uns persönlich haben noch besser die Externsteine gefallen, die am Ende unserer Route lagen. Die Gesteinsformationen, idyllisch am See gelegen, haben wir zunächst vom Wald aus gesehen. Auch auf diese konnten wir per Treppe steigen, das passende Ticket hatten wir schon als Kombi-Ticket am Hermannsdenkmal erworben und es nun nur noch zum Abstempeln vorzeigen müssen. Am besten verweise ich noch einmal auf die Fotos unten für visuelle Eindrücke…
Der Hermannsweg endet bei den Externsteinen. Als Eggeweg kann man noch weitere Tagesetappen anhängen, wir haben uns aber für die acht Etappen bis hierher entschieden und den erfolgreichen Abschluss mit einem Selfie zu dritt (wird hier nicht veröffentlicht, ist nur für uns drei Wanderer zum Privatgebrauch!) dokumentiert. Wieder eine sehr schöne Wanderung in mittlerweile best eingespielter Gruppe zu dritt!
Abschließend noch etwas Statistik: Wir waren auf 8 Tagesetappen insgesamt 173 Kilometer unterwegs. Diese legten wir in 38 Stunden zurück (Pausen dabei nicht mitgerechnet) und bewältigten insgesamt 3.310 Höhenmeter (also etwa halb so viele wie beim Salzalpensteig). Gebucht hatten wir bei Erlebniswelt Wandern. Die Unterkünfte waren gut ausgewählt, das Gepäck wurde für uns transportiert, und wir haben auch die im Preis inbegriffenen Lunchpakete sehr zu schätzen gewusst.
Der Hermannsweg war durchweg sehr gut beschildert, die Wege waren eher einfach, weil zumeist nicht uneben und insbesondere ohne schwierigen Untergrund. Die Wanderstöcke hatten wir zwar dabei, aber nicht gebraucht. Begegnet sind wir unterwegs nur wenigen Menschen. Über lange Strecken hatten wir den Wald praktisch für uns. Und das Wetter hat auch bestens mitgespielt… Fazit: Alle Daumen hoch, wir sind mit unserer Wahl sehr zufrieden und freuen uns auf die nächsten Wanderungen!
Aussichtsturm “Eiserner Anton“Annäherung ans Hermannsdenkmal – von hier liegen noch knapp vier Kilometer und einige Höhenmeter zwischen uns und dem DenkmalFast da … wir kommen jetzt von Osten und somit sozusagen von hinten, weil wir bergauf um den Hügel gelaufen sindUnd nun in voller Pracht von vorne. Hermann schaut nach Westen. Wir sind die ganze Zeit grob von Westen nach Osten gelaufen, also sozusagen immer auf ihn zu.Blick vom Denkmal nach WestenDoch es folgte noch ein Höhepunkt: Die ExternsteineFaszinierende GesteinsformationAuch dort konnten wir hoch hinaus, sogar zwei MalVerschiedene Perspektiven von den Externsteinen aus…… mehr Ausblick …… fotogene Brücke …… und aus anderem Winkel.Bevor es wieder hinunter ging.Tschüss, Externsteine – und damit auch tschüss, Hermannsweg. Schön war‘s!
Von Dissen (übernachtet hatten wir in Bad Rothenfelde) nach Halle kamen wir an der Burg Ravensberg vorbei. Ansonsten haben wir vor allem wieder den Frühling genossen! Empfehlenswert für die Bestimmung der Bäume und Blumen unterwegs: Die App Flora Incognita…
Auf dem Weg zu unserer Unterkunft in Bielefeld hatten wir uns auf den Tierpark Olderdissen sehr gefreut. Wir waren dort vor vielen Jahren, als wir unseren Studienfreund Andre besuchten, der an die Uni Bielefeld gewechselt war. Und es hat uns wieder sehr gefallen.
Der Tierpark hat sich auf heimische Tierarten spezialisiert. Die Wölfe bekamen wir dieses Mal nicht zu Gesicht. Die Luchse, Bären, Wildkatzen, Murmeltiere, Vielfraße, und weitere Tiere haben sich aber gezeigt. Zum Teil aktiv, manchmal auch eher schlafend…
Als Abschluss der Etappe gab es noch die Sparrenburg in Bielefeld, wo wir unser mitgebrachtes Picknick fertig aufaßen und schließlich zum Hotel weiter liefen.
Der nächste Blog Beitrag wird dann die letzten beiden Etappen beschreiben: Es stehen da Hermannsdenkmal und die Externsteine als abschließende Höhepunkte auf dem Programm.
Fauna …… und Flora im Teutoburger Wald Blick vom Fernsehturm Dissen (Achtung, der Ton ist vor allem der rauschende Wind): Von West nach Nord nach Ost. Wir laufen von Westen nach Osten.Burg Ravensberg vom Burgtor ausIm BurghofBurgmauer
Kurz nach dem Start in Halle kamen wir an diesem Haus vorbei.
Tierpark OlderdissenEiner von zwei Bären, schlafend… mit Luchsen …… insgesamt drei …… wobei nur der dritte aktiv war.VielfraßSparrenburg in BielefeldBurghof… und Tor
Unsere Etappen 3 und 4 begannen in Tecklenburg. Von der Burg ging es zu dessen hübscher Altstadt mit vor allem vielen Fachwerkhäusern. Der Weg nach Bad Iburg war geprägt von einer Reihe von Steinbrüchen. Der kalkhaltige Boden ist interessant für die Herstellung von Zement. Nicht die ästhetischste Veränderung der Landschaft… aber wir kennen das, denn auch in Nußloch wird ja derzeit noch der Steinbruch betrieben. Die dortige Materialseilbahn wird jedoch bald stillgelegt.
In Bad Iburg angekommen stand zuerst der Baumwipfelpfad auf dem Programm. Zwei andere solcher Pfade durften wir bereits kennenlernen, und so wollten wir auch diesen erleben. Anders als bei den anderen begann dieser Pfad mit der Aussicht von oben und ging dann über in den Weg, der die Blicke in die Baumkronen erlaubte. Gerade jetzt im Frühling besonders reizvoll, wo die Blätter gerade hervorkommen und manche Bäume noch in voller Blüte stehen. Allgemein ist die Gegend hier sicher zwei, drei Wochen später dran als unsere Gegend. Die Gegend rund um Heidelberg bis nach Freiburg ist nicht umsonst eine der wärmsten Deutschlands…
Auf dem Weg von Bad Iburg weiter nach Dissen war es ein bisschen kühl und regnerisch. Es ging viel durch den Wald. Die Grüntöne kamen gerade dadurch vielleicht besonders gut heraus. Vielleicht auch durch den hohen Anteil an Buchen, die ein besonders helles Grün mit ihren jungen Blättern beitragen.
Burg TecklenburgTecklenburg mit FachwerkhäusernUnterwegs entlang von Steinbrüchen, hier der Dyckerhoff-Steinbruch bei Lengerich für ZementBad Iburg, Blick auf die BurgBaumwipfelpfad Bad Iburg, der 3. in unserer “Sammlung“, nach dem an der Saarschleife und im Bayerischen WaldBlick in die Baumwipfel, jetzt im Frühjahr besonders reizvollUnterwegs von Bad Iburg nach Dissen (von dort mit dem Bus nach Bad Rothenfelde): Grün in unterschiedlichsten TönenImpression unterwegsIm Wald auch immer wieder Schäden von Sturm oder anderen Ursachen. Man beachte die Präzision, mit der der Baum die Tafel getroffen hatte…
Für dieses Frühjahr haben wir uns den Hermannsweg vorgenommen, der von Rheine entlang des Teutoburger Waldes verläuft, mit dem Hermannsdenkmal in der Nähe von Detmold als Ziel und Namen gebender Höhepunkt. Insgesamt ca. 155 km in acht Tagesetappen stehen auf dem Programm.
Angekommen in Rheine war die erste Etappe eher flach. Durch den hübschen Ort Bevergern, das sich als Bundesgolddorf 1991 schmücken durfte (Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“), gelangten wir um „Nassen Dreieck“, wo sich der Dortmund-Ems- und der Mittellandkanal treffen. Die ersten Meter im Teutoburger Wald legten wir auf dem Weg zum Übernachtungsort Riesenbeck zurück. Auf dem Kamm der Hügelkette werden wir auch in den weiteren Etappen viel Zeit im Wald verbringen.
Das Frühjahr ist eine tolle Jahreszeit, alles ist schon grün, und wir hatten an den ersten zwei Tagen schon super viel Glück mit dem Wetter, und die weitere Vorhersage scheint es auch gut mit uns zu meinen.
RheineThusnelda war die Frau von Arminius (= Hermann)Blick zurück auf Rheine – die erste Etappe führte durch die EbeneWeg durch BevergernWeitere Impressionen aus Bevergern …… der Ort war hübsch, und auf dem Weg von Rheine nach Riesenbeck der einzige.… ein letztes sei mir noch erlaubt.Zur Schönen Aussicht bei RiesenbeckBei den Dörenther Klippen…… auch von den Klippen gleich mal mehrere Impressionen …… sicher der spektakulärste Teil der Strecke heute.Der Teutoburger Wald verläuft über einen nur wenige Kilometer schmalen Streifen, dadurch gibt es immer wieder Blicke in die Ebene nach Norden und Süden. Hier nach Norden, zum 2021 stillgelegten Kraftwerk Ibbenbüren.Unterwegs auf dem Hermannsweg
Für unsere letzte Wanderung mussten wir umplanen: Der Soleleitungsweg von Bad Goisern nach Hallstatt ist gesperrt. Stattdessen wanderten wir am Ostufer des Hallstätter Sees entlang und nahmen das Schiff nach Hallstatt, sowie zurück Schiff und dann den Zug. Wer bei Wikipedia nachliest, lernt viel über den Ort Hallstatt, aber auch etwas über die Auswirkungen von Overtourism. Zum Glück ist es derzeit Nachsaison und nicht überlaufen.
Auf jeden Fall legten wir die letzten nicht ganz 12km unserer gesamten Wanderung zurück, sondern spazierten auch durch das Weltkulturerbe. An Impressionen lasse ich unten einfach Bilder sprechen.
Anschließend wie im vorigen Beitrag angekündigt einige Infos zu Statistik und Organisation:
Insgesamt legten wir an 12 Wandertagen 208 bei Komoot ausgezeichnete Kilometer zurück, waren 58 Stunden und 30 Minuten in Bewegung und überwanden 6.790 Höhenmeter.
An insgesamt drei dieser Wanderungen hatten wir verkürzt: Nach Bad Reichenhall hatten wir das erste Stück mit dem Bus zurückgelegt, um nachmittags die Alte Saline besichtigen zu können. Nach Gosau mussten wir regentechnisch Abstriche machen. Und schließlich heute ersetzten wir die ursprünglich vorgesehene Tour wie oben erwähnt durch die Wanderung entlang des Ostufers.
Gebucht hatten wir bei wandern.de – indem wir zwei einwöchige Arrangements direkt nacheinander reihten. Dadurch ergab sich in der Mitte der Pausentag am Königssee. Zu den gebuchten Leistungen gehörten der Transport des Gepäcks, sowie die Unterkünfte mit Frühstück. Für die erste Nacht mussten wir uns selbst um eine Bleibe kümmern. Alles in allem war alles gut organisiert.
Vielleicht hätten wir uns im Vorfeld mehr Infos gewünscht zu folgenden Aspekten: Die durch die Unwetter im Juli beschädigten Wege waren lange bekannt. Klar, hätten wir selbst drauf kommen können, über eine Empfehlung von Alternativen hätten wir uns aber allemal gefreut. Ebenfalls etwas heikel waren einzelne Wochentage, an denen einige Restaurants Ruhetage hatten. Da war es nicht leicht, abends eine Möglichkeit zur Einkehr zu finden. Ein Hinweis auf zeitiges Reservieren hätte sicher geholfen.
Alles in allem eine schöne Tour mit wirklich toller Natur. Besonders an den Tagen, die hoch hinaus gingen, waren wir lange wirklich ohne weitere Begegnungen unterwegs und konnten die Natur so besonders intensiv auskosten.
Nächstes Jahr geht es sicher weiter mit der nächsten gemeinsamen Wanderung.
Entlang des Hallstätter Sees – wie man sieht, meinte es das Wetter mit uns am letzten Urlaubstag richtig gut.Weiter entlang des Sees.Hallstatt.Friedhof der katholischen Kirche mit Blick auf die evangelische Kirche: In dieser Region gibt es einige Dörfer mit zwei Kirchen…Impression von Hallstatt, mit und auf Holz am Ufer gebaut.… und als Abschluss nochmal das Zeichen vom Salzalpensteig, das uns als Wegmarkierung über all die Kilometer geleitet hatte und daher bis zum nächsten Urlaub das Favicon der Seite bildet.
Eigentlich waren insgesamt drei Bergtouren vorgesehen, nur fiel die mittlere leider ins Wasser… Was aber halb so schlimm ist, waren wir doch vom Wetter sehr verwöhnt während unseres Urlaubs. Eine Tour über unwegsame, teils schmale und rutschige Wege soll man nicht bei Schlechtwetter gehen, und so begnügten wir uns am mittleren von drei Tagen mit einer kürzeren Regenalternative.
Die Touren heute und vorgestern führten uns über die gut 1.000 Meter Höhenunterschied, beide hatten wunderschöne Almen zur Einkehr im Angebot. Zwar standen „nur“ 15 Kilometer auf dem Programm, durch die Auf- und Abstiege, die zudem über felsiges oder ansonsten unebene Wege führten, waren wir trotzdem jeweils beinahe sechs Stunden in Bewegung.
Belohnt wurden wir mit tollen Ausblicken, schönen Waldimpressionen und den bereits erwähnten Alm-Leckereien. Nach dem Anstieg primär nötig ist Flüssigkeit, meist in Form von Radler oder „Holler“ = Holundersirup alternativ mit stillem oder sprudligem Wasser versetzt. Dazu eine kräftige Suppe oder auch Süßspeise. Die Kalorien verbrauchten sich locker den Tag über…
Am Regentag liefen wir eine kurze Tour ohne viel Anstieg, vorwiegend durch eine landwirtschaftlich genutzte Gegend, was vor allem Weidehaltung von Kühen bedeutet. Auch Ziegen und Schafe sahen wir, sowie Betriebe, die Noriker züchten, das ist eine Pferderasse. Den Rest der Strecke legten wir mit dem Bus zurück und spielten die letzten Missionen von „Die Crew: Mission Tiefsee“, sowie versuchten uns am Kneipenquiz.
Die Tour nach Bad Goisern war unsere letzte lange Tour. Morgen machen wir noch einen Ausflug nach Hallstatt. Davon blogge ich dann nochmal, zusammen mit dem Fazit unserer diesjährigen Wanderreise und einigen Informationen zu Statistik und Organisation.
Einkehr auf der Gsengalm auf dem Weg von Abtenau nach AnnabergNebelimpression am Regentag – wäre das Wetter gut genug gewesen, wären wir von Annaberg nach Gosau über die Gablonzer Hütte gelaufen.Wir hatten Glück: Der Regen hielt nicht an, und so hatten wir eine wunderbare Tour von Gosau nach Bad Goisern. Hier eine Waldimpression.Blick zurück nach Gosau, da waren wir bergauf schon ganz schön am Schwitzen…Einkehr in der Goiserer Hütte, es gab super leckere und energiespendende Bärlauchnudeln.Blick von der Goiserer Hütte ins Tal Richtung Bad Goisern. Hinunter ging es am felsigen Berg mit durchaus einiger Kraxelei – schnell ist anders, aber dafür gab es atemberaubende Bergblicke…
Vom Königssee aus über Berchtesgaden nahmen wir zuerst Abschied von der Watzfamilie. Die charakteristische Bergkette hatte uns in den letzen Tagen begleitet.
Leider war der Stollenweg gesperrt, bei dem man ein Stück durch dunklen Stollen läuft. Der Grund war derselbe wie der für die Sperre des Abstiegs vom Grünstein an den Königssee: Die Unwetter, die in NRW und Rheinland-Pfalz so viele Opfer gefordert hatten, haben auch hier zugeschlagen. Also hieß es erneut: Umplanen und flexibel sein. Uns brachte dies eine Pause ein, in der wir uns mit Radler und Süßspeisen die Zeit vertrieben, bis der Bus fuhr. Dessen Abfahrtszeiten: 12:24, 15:24 und 17:24. Den ersten hatten wir um etwa eine halbe Stunde verpasst… dafür aber eine schöne Pause gehabt.
Nach der Busfahrt war es nur noch wenige Minuten bis zur österreichischen Grenze. Weiter ging es bis Hallein, von dort mit der Bahn weiter bis Golling. Von den 18 offiziellen Etappen des Salzalpensteiges lassen wir eben in 12 Tagen auch Teile aus.
Heute waren wir von Golling nach Abtenau unterwegs, erster Höhepunkt die Wanderung durch die Schlucht der Salzach mit dem „Dom“, eine Stelle, die so ausgewaschen ist, dass sich eine Art Kuppel gebildet hat. Richtig erfassen kann man dies nicht in einem Foto, deshalb habe ich mich an einem kurzen Video probiert. Wer nur ohne Ton gucken will, für den hier die Untertitel: Toooooooos, toooooooos.
Der weitere Weg führte durch Wald, über Wiesen und mit tollen Ausblicken auf österreichische Berge weiter. Hier kurz eine Empfehlung: Für Deutschland mag ich ja die Wetter App des Deutschen Wetterdienstes (WarnWetter). Für Österreich habe ich die Wetter App von Bergfex gefunden, die für unsere Zwecke bisher prima Informationen geliefert hat. Denn nachts hatte es wirklich stark geregnet. Dank Bergfex vertrauten wir auf die Vorhersage, dass es im Laufe des Vormittags besser werde – und es stimmte. In den nächsten Tagen müssen wir das Wetter gut im Blick behalten, es soll recht wechselhaft werden.
Jedenfalls klarte es auf, und wir konnten wunderschöne Passagen durch Wald und über Wiesen genießen. Höhepunkt etwa zwei Stunden vor dem Ziel: Der Schwarzbachfall. Insgesamt ein sehr langer Tag mit gut 25 Kilometern Strecke, aber vielen schönen und vor allem auch recht einsamen Eindrücken.
Insgesamt vier weitere Tage stehen uns bevor. Mal schauen, ob ich daraus zwei weitere Postings mache – oder dann nochmal einen großen Abschluss-Artikel schreibe. Wer verfolgen möchte, wo und wie weit wir unterwegs sind, kann mir bei Komoot folgen. Dort bin ich unter meinem vollen Namen oder mit meinem User k.nos@gmx.de zu finden. Wenn ich euch erkenne (ggf. Bescheid geben, falls ihr ein Pseudonym benutzt), trage ich euch gerne als „Engen Freund“ ein – mit diesem Personenkreis teile ich meine Touren.
Aufbruch vom Königssee mit letzten Blicken auf die Bergkette vom Watzmann.Dom in der Salzach-Schlucht.Grenzhäuschen nach Österreich Es folgen drei Tier-Impressionen vom Weg über Wiesen und durch Wälder. Hier der Feuersalamander.Pferdchen vor Kulisse mit Bergen.Ziege vor dem Horizont.Schwarzbachfall.