Salzalpensteig: Bis zum Königssee

Es gibt echt viel zu erzählen… Fangen wir mit Bad Reichenhall an. Wir haben die Wanderung etwas abgekürzt, um nachmittags die Alte Saline besuchen zu können. Hierzu hatten wir am Vortag Plätze in der 15 Uhr Führung reserviert, denn es geht nur mit Führung.

Ein interessanter Einblick in die Sole-Förderung und Salzproduktion der Region – und Hintergrund zum Salzalpensteig, denn hier sind wir immer mal auch auf alten Sole-Leitungen unterwegs. Jetzt wissen wir, weshalb: Wenn der Brennstoff nicht zur Sole kommt, muss halt die Sole zum Brennstoff gelangen… Denn zur Salzgewinnung braucht es viel Energie, und das Holz rund um Bad Reichenhall war dann irgendwann eher aufgebraucht.

Gestern eine sehr lange Tour zum Gipfel des Grünstein. Da der Weg vom Grünstein zu unserem Ziel am Königssee unpassierbar ist, mussten wir umplanen: Zurück denselben Ab- wie vorher Aufstieg und dann entweder Bus oder Extrameile (oder zwei bis zweieinhalb) – wir entschieden uns trotz knackiger Steigung hoch zum Grünstein für zweiteres. Belohnt wurden wir bei tollem Wetter mit einer wunderbaren Aussicht auf Watzmann und Königssee, sowie zünftiger Einkehr kurz vorm Gipfel.

Und schließlich unser Pausentag mit einer Fahrt auf dem Schiff über den Königssee. Alles wie bei Bilderbuch- und Postkartenklischees … tolles Wetter, grandiose Landschaft, einfach traumhaft. Da lasse ich unten einfach die Bilder sprechen.

P.S.: Zwei kurze Videos gibt es auch, ich hoffe, die lassen sich problemlos abspielen.

Rast auf der Alm.
Auf dem Weg nach Bad Reichenhall: Blick von oben auf den Thumsee…
… und der Thumsee vom Ufer aus.
Kleines, niedliches Highlight entlang des Weges vom Thumsee nach Bad Reichenhall: Die Zwergerlstraße mit kleinen Miniaturhäusern.
Die Alte Saline von Bad Reichenhall.
In der Alten Saline: Die Räder treiben die Pumpen zur Förderung der Sole an.
… und die Räder in Bewegung. Jede Umdrehung löst die Glocke aus: Akustische Rückmeldung zeigt, dass alles ordnungsgemäß läuft.
Auf dem Weg zum Königssee: Ausblicke vom Höhenweg.
Auf dem Gipfel vom Grünstein.
Erster Blick auf den Königssee vom Grünstein aus.
Watzmann – auch vom Grünstein aus.
Rundblick vom Grünstein im Video.
Nach dem Abstieg: Grünstein von (fast schon) Königssee aus.
Mit dem Schiff auf dem Königssee.
St. Bartholomä vom Schiff aus.
Der Obersee, zu Fuß aus vom Schiffsanleger ganz am Ende des Königssee aus erreichbar.
Sonne und Wetter tauchen die Landschaft in allerbestes Licht.
Von St. Bartholomä aus zum Eisbach. Nomen est Omen: Nicht nur das Wasser, auch die Luft führte im Schatten merklich zum Frösteln.

Salzalpensteig: Über den Wolken…

… wollten wir eigentlich gleich zwei Mal sein. Etappe 3 führte uns per Seilbahn auf den Hochfelln. Neblig war es im Tal, oben war bessere Sicht, aber eben nicht ganz nach unten, weil da war ja noch Nebel. Natürlich verbrachten wir erstmal einige Zeit beim Gipfel und drum herum. Die Wanderung führte uns den Tag über vor allem bergab bis nach Ruhpolding.

Merke: Kümmere dich ums Abendessen. Unsere naive Vorstellung, abends einfach durch den Ort zu laufen, die Speisekarten zu studieren und dann das am leckersten erscheinende auszuwählen, war zum Scheitern verurteilt. Alles ausgebucht. Und so hatten wir die Wahl, nochmals Pizza/Pasta zu essen, wie bereits am Vortag (in Bergen hatte alles andere montags Ruhetag – hier hatte aber die freundliche Gastgeberin unserer Unterkunft vorsorglich für uns reserviert) – oder bis nach 21 Uhr zu warten, ob irgendwo was frei wird. Wir entschieden uns für ersteres. Zum Glück hatten wir uns nachmittags mit Kaffee und Kaiserschmarrn sehr schmackhaft stärken können.

Von Ruhpolding sollte es per Seilbahn auf den Rauschberg gehen, um erneut – wie beim Hochfelln – bergab zu wandern. Doch an der Bahn angekommen: Fährt heute nicht, Personalmangel. Also Alternative studieren, unser Reiseanbieter stellt für jeden Tag Informationen für alle Eventualitäten bereit. Schließlich ist bei Schlechtwetter in den Bergen ja auch Vorsicht angesagt. Wir wanderten also zunächst auf ca. 1.000 Meter Höhe mit einem durchaus knackigen Anstieg, von dort ging es durch Wald weiter. Vielleicht nicht so spektakulär wie der erhoffte Start am Gipfel, aber doch schön.

Auf den Hochfelln, während unten alles wie in Watte eingetaucht ist.
Unterwegs am Gipfel mit obligatorischem Gipfelkreuz.
Nochmal Ausblick, nochmal auf Watte, ähm Nebel natürlich.
Am Ende des Hochfelln Tages gab es den Märchenwald. Was es damit auf sich hat…
… erfuhren wir erst am Ende, weil wir in „falscher Richtung“ durchgelaufen waren. Sehr urig, sehr verwunschen, und gegen Ende auch mit Sonnenstrahlen, die durch die Bäume blinzelten.
Auf dem Weg zur Rauschbergbahn am nächsten Morgen sah es toll aus… doch leider fuhr die Bahn nicht.
Mehr Wolken stören beim Wandern nicht, solange nicht zu viel Wasser rauskommt. Es blieb trocken. Kleines Highlight, bevor es auf die letzten Kilometer nach Inzell ging: Diese kleine Kapelle.

Salzalpensteig: Erste Etappen

Urlaub! Nach zwei schönen Kurzurlauben, siehe die vorigen beiden Beiträge, sind wir nun ganze zwei Wochen unterwegs. Unsere Wahl fiel auf den Salzalpensteig, wie zuvor zusammen mit unserem Freund Stefan.

Am Samstag ging es los, die Deutsche Bahn brachte uns von Heidelberg nach Prien, trotz Ersatzzug mit weniger Wagen und dadurch obsoleter Reservierung (unsere Plätze waren einfach nicht im Zug) konnten wir Sitzplätze ergattern. Ich warte aber mal die Rückfahrt ab und erledige dann alle Fahrgast-Anliegen danach, auch wenn ich natürlich hoffe, dass keine weiteren Forderungen dazu kommen.

Unsere ersten beiden Touren haben wir bereits hinter uns. Die erste führte uns von Prien nach Marquartstein, die zweite von dort nach Bergen. Gestern zum Einstieg hatten wir tolles Spätsommer- (oder Frühherbst-) Wetter. Mit einigen Kilometern in der Ebene konnten wir uns warmtraben. Perfekt auf halber Strecke eine Einkehr mit Kürbissuppe und Bier gelangten wir zum ersten Etappenziel.

Über Nacht regnete es, und die Berge hingen im Nebel. Zwar verpassten wir dadurch eine tolle Aussicht, aber irgendwie hatte das Wetter, das gar nicht so schlimm war – immerhin regnete es nicht in Strömen – auch einen gewissen Charme. Denn so sind wir kaum anderen Wanderern begegnet.

Es war die Tour der drei Almen. Bei der ersten läuteten wir und waren tatsächlich die ersten Gäste des Tages – eigentlich hatte man dort auch mit keinen Besuchern gerechnet. Doch umso gastfreundlicher wurden wir empfangen, erhielten jeder ein Radler und ein Stück Nusskuchen. Da das Feuer im Ofen noch nicht brannte, fiel ein Heißgetränk aber aus…

Gar nicht so lang später kam die zweite Alm. Da wir bei etwa zehn Grad dann doch gerne ein Heißgetränk genommen haben, sind wir erneut eingekehrt, wurden mit einem frisch aufgebrühten Kaffee und leckerer Brotzeit (Gewürzbrot!) belohnt.

In beiden Almen kamen wir mit den jeweiligen Gastwirtinnen ins Gespräch und lernten einiges über deren Alltag. Gestern wäre das nicht denkbar gewesen, da war es bei schönem Sonnenschein und am Sonntag noch knackig voll gewesen. Doch heute war Zeit für Gespräche, und wir haben eine sehr schöne Zeit verbracht. Am Ende des Tages kamen wir erneut auf etwas über 20km…

Da es sicher nicht so interessant ist, jeden Tag ein Posting mit „und wir sind wieder gewandert…“ zu lesen, werde ich eher nur alle paar Tage schreiben. Zum Abschluss heute noch ein paar Impressionen:

Der erste Kilometer auf dem Salzalpensteig ab Prien am Chiemsee
Spätsommer oder Frühherbst?
Entlang des Ufers vom Chiemsee
Nach den ersten Höhenmetern: Wasserturm (etwas anders als der von Mannheim…)
Zweiter Tag: Mehr Nebel
Nach gut 500 Höhenmetern: Kleine Kirche, heute ohne Sicht, dafür wie verwunschen
Einkehr auf der Alm
Und die andere Alm, allerdings von innen

Bodensee 2021: Lindau und Konstanz

Zwei weitere Tage hatten wir am Bodensee. Einer davon war ganz der Erkundung von Lindau gewidmet. Wir liefen um die Insel herum, durch viele der Gassen hindurch und ließen uns dabei auch einfach entdeckend treiben. Eine sehr schöne und auch erholsame Art, einen solchen Tag zu verbringen. Abends haben wir dann Bodenseefisch aufgegessen und so auch den Tag kulinarisch-regional ausklingen lassen.

Für unseren zweiten Tag hatten wir uns einen Abstecher nach Konstanz vorgenommen. Nun ist der Bodensee recht groß, und Lindau und Konstanz liegen nicht so ganz in derselben Ecke. Jedoch gibt es eine direkte Schiffsverbindung, die wir nahmen.

Mit Konstanz verbindet uns nicht nur die Erinnerung an einen schönen Spieleurlaub. Wer nachlesen möchte, findet hier und hier unsere Berichte von 2016. Zuvor hatten wir einige Jahre eine gute Freundin dort, die wir 1-2 Mal im Jahr besuchten, die aber leider 2010 viel zu früh mit nur 54 Jahren verstarb.

Wir spazierten also einfach ein wenig durch die Stadt, freuten uns über die teils noch bekannten und teils auch neu entdeckten Eindrücke. Und tätigten auch einen Spiele-Einkauf: Im Seetroll griffen wir zu „Das perfekte Wort“, nachdem wir erst auf der Hinfahrt nach Lindau im Podcast der Brettagogen darüber lobende Worte gehört und zuvor bereits die dort empfohlenen Spiele Kneipenquiz und Quiztopia gerne gespielt hatten.

Die Fahrt nach Konstanz nahm sogar einen großen Teil des Tages ein. Auf dem Hinweg konnten wir das Schnellboot nehmen, das nur in Meersburg und Mainau hielt und so weniger als drei Stunden benötigte. Die Rückfahrt führte uns zu allen Zwischenhalten und dauerte somit beinahe eine Stunde länger. Doch es galt: Der Weg ist das Ziel. Vom Schiff aus schön zu beobachten waren alle möglichen Wassersport-Aktivitäten. Wir bekamen das Gefühl, wie groß der Bodensee ist und welche Orte wo sind. Und konnten die Fahrt einfach genießen und dabei auch ein wenig unserer langjährigen Leidenschaft des „Sightseeing-Lesens“ frönen: Man suche sich einen Ort mit touristischem Ausblick und schlage dort sein Buch auf. So kann man frei zwischen den Zeilen und den Ausblicken und Eindrücken schweifen.

Zum Ausklang unserer dreitägigen Reise durften wir noch einmal das tolle Frühstück mit Blick auf den Lindauer Hafen genießen, bevor es nach Hause ging. Auch dieses Mal wieder mit absolut unkomplizierter Ladepause, in der wir mehr als 40kWh in gut einer halben Stunde laden und so entspannt wieder daheim ankommen konnten.

Blick beim Frühstück: Hafen von Lindau
Impressionen aus Lindau 1
… und 2
… und auch 3, aber das Foto gilt mehr dem Zeppelin. Rundflüge werden von Friedrichshafen aus angeboten.
Konstanzer Konzil und Hafen
Und natürlich die Konstanzer Imperia
Auch aus Konstanz weitere Impressionen
Konstanzer Impressionen Teil 2 …
… und Teil 3.

Bodensee 2021: Lindau und Bregenz

Dass wir gerne reisen, weiß, wer hier im Blog schon mitgelesen hat. Was vielleicht nicht jeder weiß: Wir sind leidenschaftliche Opernbesucher. Und so entschieden wir uns zu einem verlängerten Wochenende, um eine Aufführung von Rigoletto bei den Bregenzer Festspielen genießen zu können.

Als Standort bot sich Lindau an. Von dort gibt es eine Verbindung mit dem Boot direkt zu den Festspielen. Unser Hotel in Lindau liegt direkt am Hafen. Um 19:30 Uhr legte das Schiff ab. Vorher aßen wir eine Kleinigkeit in einem Biergarten. Über Bad Schachen, wo weitere Passagiere an Bord kamen, ging es nach Bregenz. Bewaffnet mit warmer Kleidung und unseren Sitzkissen vom Wandern, um beim Sitzen nicht zu frieren, konnten wir die Oper bestens genießen. Das Wetter zeigte sich von bester Seite mit einem tollen Sonnenuntergang, den wir vom Schiff aus fotografisch festhalten konnten.

Während der Aufführung war Fotografieren natürlich nicht erlaubt. Aber da will ich mich sowieso ganz auf Musik und Inszenierung konzentrieren. Daher je ein Foto von vorher und dann beim Applaus hinterher.

Spektakulär natürlich die Seebühne. Darauf das große Gesicht, das weit über die Bühne bewegt werden konnte – und das natürlich auch ein „Eigenleben“ entwickelte mit Öffnen, Schließen und Rollen der Augen, Aufreißen des Mundes, der auch Platz für die Sänger und Schauspieler bot. Links davon eine Hand, die sich ebenfalls bewegen konnte, Gesten in Richtung des Publikums oder der dargestellten Personen ausführen, oder an der Schaukeln angebracht werden konnten. Rechts eine zweite Hand, die einen Ballon festhielt, der freilich auch mal gen Himmel stieg.

Wo ist das Orchester? Dieses spielte im Festspielhaus, die Musik wurde übertragen, Bildschirme übertrugen das Geschehen zwischen Bühne und Orchester. Die Akustik war somit sehr gut, auch wenn es anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig war. Gespielt wurde ohne Pause.

Eine so große und aufwändige Inszenierung lässt beinahe die Sängerinnen und Sänger in den Hintergrund treten. So viele weitere Menschen waren auf der Bühne. Das Geschehen war in eine Szenerie wie die eines Zirkus verlegt. Viele Artisten strömten auf die Bühne, sorgten dafür, dass man kaum wusste, wo man hinsehen soll. Der Graf, der ja das ganze Drama durch seine Schürzenjägerei verursacht, war so etwas wie der Impresario oder Zirkusdirektor, Rigoletto der tragische Clown, dessen Spiegelung sich im großen Gesicht der Seebühne fand. Und absolut unvermeidlich: Ein Stück auf einer Seebühne schreit natürlich danach, dass auch der eine oder die andere mal ins Wasser hüpfte, geworfen wurde oder sonstwie im Nass landete. Plumps!

Auf jeden Fall ein sehr beeindruckendes Gesamterlebnis, durch die Anreise mit dem Schiff von Lindau aus noch abgerundet. … und wir hatten Glück mit dem Wetter …

Mosel und Saar 2021

Auch eine nur zweitägige Reise ist nach so langer Zeit so wertvoll, dass sie einen eigenen Beitrag bekommen kann.

Zur Feier der Impfung – wir sind beide glücklich zwei Mal geimpft – haben wir uns ein Wochenende zum Genießen an der Mosel gegönnt. Für Sonntag hatten wir eine Reservierung in einem tollen Restaurant, und den Samstag und freigenommenen Montag nutzten wir, um dringende Einkäufe zu erledigen. Denn das eine oder andere Kleidungsstück war schon vor dem Lockdown ziemlich heruntergetragen. Von der Mosel hab ich gar keine Fotos, dafür gibt es welche von der Saarschleife, unserem Tagesausflug vom Sonntag dieses Ausflugswochenendes Anfang August. (Ja, es ist zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung schon etwas her.)

Bevor es zu den Fotos geht, noch ein kleiner Erfahrungsbericht zum Elektroauto. Denn wir sind jetzt völlig verbrennerfrei unterwegs. Mit einer Reichweite von mehr als 300km fährt es sich recht entspannt, wir sind ohne Ladestopp zum Hotel gekommen und konnten während unseres Ausflugs an die Saarschleife auf über 80% Ladestand laden, so dass wir auch entspannt wieder zurückkamen. Dank Schnelllader, den wir auf der nächsten Fahrt (Beitrag kommt als nächstes) testeten, sehen wir längeren Fahrten aber auch in Zukunft sehr gelassen entgegen: 37kWh in unter 30 Minuten – das sind gut 200km (eher mehr bei gleichmäßiger und nicht zu schneller Geschwindigkeit).

So, nun ein paar Eindrücke von der Saarschleife, an der wir erst den Baumwipfelpfad für Ausblicke in den Wald und über die Saarschleife nutzten. Im Anschluss wanderten wir noch zur Saar hinunter und in einer schönen Rundwanderung durch den Wald wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Höhepunkt des Baumwipfelpfades oberhalb der Saarschleife
Alles barrierefrei!
Blick von oben über die Saarschleife
… und Blick senkrecht runter.
Blick von der Saar hoch

Seit dem Schluchtensteig 2020 bis August 2021

Lange gab es hier nichts zu lesen. Ohne Reise kein Reiseblog. Wobei wir viel unterwegs waren, immer ausgehend von Nußloch. Viele Tagestouren mit gut gepacktem Rucksack, im Winter ein wichtiges Utensil war die Thermoskanne mit warmem Tee, und auch die isolierenden Sitzauflagen haben gute Dienste getan.

Hier einfach ein paar Impressionen. Da es in diesem Winter einige Wochenenden mit Schnee gab, sind auch schöne Fotos mit der weißen Pracht dabei. Bei Minusgraden macht ein langes Picknick nicht so viel Spaß, man kühlt auch zu sehr aus – also gab es viele Touren der Kategorie 10-15km.

Auf dem Weg HW40 von Bammental über den Kohlhof nach Rohrbach
Rundwanderung aus dem Rother Wanderführer Kraichgau

Wegen recht weiter Anreise immer gut geplant werden mussten unsere Etappen auf dem Weinsteig – daher oft mit langen Pausen zwischen zwei Etappen. Mittlerweile haben wir ihn erfolgreich abgeschlossen. Leider die meiste Zeit bei geschlossener Gastronomie – was ein Jammer…

Burgen…
… und Weinorte in der Pfalz
An der Elz, fast schon bei Stuttgart – schöne Rundwanderung am SAP Mental Health Day, dem geschenkten freien Tag zur Erholung und Entspannung
Da müsste ich nachschauen, was Datum und Geolocation hergeben, um die genaue Information zu diesem Bild zu rekonstruieren… stattdessen lasse ich es einfach zum Anschauen hier erscheinen.

Schluchtensteig 2020

Vom 3.-10.9. sind wir zu dritt – Peter, Stefan und ich – den Schluchtensteig im Schwarzwald gewandert. Insgesamt etwas über 120 km, mehr als 3.000 Höhenmeter, gut 33 Stunden in Bewegung und mindestens 200.000 Schritten in sechs Etappen haben wir die Strecke von Stühlingen nach Wehr bewältigt. Ich habe dieses Mal keine eigene Karte auf Google Maps erstellt – der oben angegebene Link führt zur offiziellen Beschreibung und gibt einen guten Gesamteindruck.

Wie auch schon beim West Highland Way (Link zu unserer Tour vom Vorjahr) haben wir uns den gar nicht so unbezahlbaren Luxus gegönnt, uns das Gepäck von Ort zu Ort transportieren zu lassen. Der von uns ausgewählte Veranstalter Original Landreisen hatte nicht nur ein gutes Händchen bei der Auswahl der Unterkünfte, auch die Logistik mit dem Gepäck hatte wunderbar geklappt.

Das Faszinierende am Schluchtensteig sind natürlich primär – Nomen est Omen – die Schluchten. Vor allem der zweite Tag, der mehrere Stunden entlang der Schlucht der Wutach führt, war anspruchsvoll, wild und romantisch. Einziger kleiner Wermutstropfen: Da wir donnerstags angereist waren, um den Samstag-bis-Samstag-Urlaubern auszuweichen, waren wir am Samstag (sic!) in der Wutachschlucht – ausgerechnet, wenn die Wochenend-Ausflügler auch dort sind. Es war also einigermaßen voll, noch dazu in der engen Schlucht, wo in diesem Jahr wegen Corona alles nochmal anders ist (und aus diesem Grund waren wir auch nicht wie ursprünglich geplant auf La Gomera wandern, sondern eben im Ländle). Empfehlung also: Wer den Schluchtensteig ebenfalls wandert, sollte versuchen, diese Tagestour auf einen Wochentag zu legen.

Während der erste und dritte Tag ebenfalls entlang der Wutach führten, wobei es stetig bergauf, also entgegen des Wasserlaufs ging, waren die Schluchtenstrecken an den anderen Tagen deutlich kürzer. Die Bannwaldschlucht am Ende der vierten, sowie die Wehraschlucht am fünften und sechsten Tag hielten jedoch nochmals schöne Schluchtenimpressionen bereit.

Andere Landschaftshöhepunkte waren vor allem schöne Aussichtspunkte, die bei gutem Wetter eine Sicht bis zu den Schweizer Alpen erlaubte. Wir hatten viel Glück und blieben nicht nur während der gesamten Strecke trocken, sondern durften auch solche Aussichten genießen. Durch Täler und Wälder erhielten wir weitere Eindrücke der Schwarzwälder Land(wirt)schaft. Ein wenig Kultur erlebten wir am Ende der vierten Etappe, die uns nach St. Blasien mit dem dortigen Dom führte. Der Name leitet sich von der großen Kuppel (französisch „dôme“) ab, nicht von einem Bischofssitz.

Doch ich will die Bilder sprechen lassen. Chronologisch wird’s nicht, ich suche einfach nach meinem eigenen Geschmack einige Bilder aus und schreibe kurz dazu, was mir dazu erzählenswert erscheint.

Der Startort Stühlingen liegt nahe zur Grenze mit der Schweiz. Diese Brücke über die Wutach quert genau die Landesgrenze – das Bild zeigt „drüben“ die Schweizer Seite.
Während unserer ersten Etappe sind wir immer wieder den Gleisen der Sauschwänzlebahn – und hier auch dem Zug selbst – begegnet. Der Name stammt von der „kringeligen“ Streckenführung.
Weiter entlang der Wutach, weiter begleitet uns die Sauschwänzlebahn, hier mit einer Brücke.
Impression vom Weg entlang der Schlucht.
Kurz vor Erreichen unserer ersten Etappenziels ein toller Panoramablick. Wer genau hinsieht, erkennt zumindest am Ende der knapp 9 Sekunden in der Ferne die Silhouetten der Schweizer Alpen…
Am zweiten Tag ging es vor allem entlang der Wutach mit vielen Schluchtenimpressionen. Hier einer der Wasserfälle zu Beginn …
… und hier einer kurz vor Ende dieser Schluchtenetappe. Durchaus anspruchsvoll zu wandern – aber sehr reizvoll und lohnenswert!
Schöne Rastplätze am Wegesrand laden zum Verweilen ein. Oder zum Bauen. Der Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen: Die einen „wollen“, die anderen „müssen“ einen Turm bauen.
Übernachtung in Löffingen, erreichbar von der Schlucht aus mit dem Wanderbus.
Vorbei am „Räuberschlössle“ – zwar ohne Räuber und ohne Schloss, aber das Flair zählt 🙂
Gegen Ende der dritten Etappe gelangen wir zur Mündung der Gutach und der Haslach in die Wutach.
An der Klamm vorbei – wie an vielen anderen Stellen mit wildromantischen Impressionen.
Erster Blick auf den Schluchsee, der am vierten Tag auf dem Programm steht. Ein paar Stunden später werden wir ihn zum Teil umrundet und auf der gegenüberliegenden Seite den nächsten Hügel erklommen haben…
… doch nicht ohne uns vorher bei einer Jause mit Holunderblütenschorle und Kürbissuppe zu stärken.
Blick zurück – hier sind wir schon gegenüber angekommen.
Auch zum Abschluss dieses Tages eine Schlucht, wenn auch nur eine kurze…
Übernachtung gegenüber vom Dom in St. Blasien. Das Foto stammt von morgens, als wir zur fünften Etappe aufbrachen.
Typische Schwarzwaldlandschaft
Und hier noch ein letzter Eindruck der Wehraschlucht.

Ehrenburg 2020: Sternritte an der Mosel

Dass der tolle Blaufußtölpel als kleines „Favicon“ für diese Seite erst nach fast einem Jahr ausgetauscht werden würde, hätte ich eigentlich nicht gedacht. Denn Ende 2019 war der Wanderurlaub für Ende April auf La Gomera zusammen mit Stefan, der auch mit uns den West Highland Way lief, schon gebucht. Aber… ihr wisst ja. Über COVID-19 zu schreiben ist mittlerweile wie Eulen nach Athen tragen. Allerdings hatten wir zum Glück im Januar noch ein paar Tage in Wien verbracht, über die ich nicht zu bloggen geschafft habe.

Im Juni schließlich buchten wir recht kurzfristig die Sternritte an der Mosel. Gaby Kurz, ihre Pferde und die Ehrenburg kannte ich von 2011, als ich den Moseltrail mitgeritten bin, seinerzeit ohne Peter. Jetzt endlich konnten wir das umsetzen, was ich mir schon lange gewünscht hatte: Zusammen mit ihm dorthin zurückkehren.

Das Programm: Drei Tagesritte ausgehend von der Ehrenburg. Am Anreisetag war Zeit, um die Burg zu erkunden, am Abreisetag war das Programm nach dem Frühstück beendet. Insgesamt zehn Reiter nahmen dieses Mal teil, viele von ihnen hatten eigentlich andere Pläne gehabt, eine Gruppe von drei Reiterinnen aus Oberbayern etwa hatten sich Grönland als Reiseziel vorgenommen.

Die Ritte waren wunderbar, alle drei ca. 20 Kilometer lang, so dass die Zeit im Sattel zwischen vier und fünf Stunden lag. Jeden Tag gab es schöne Mittagspausen, am dritten Tag mit besonders fulminant aufgebautem Picknick mit Blick auf die Burg.

Besonderes Highlight: Am dritten Tag ritten wir auf die Burg durch den wendeltreppenartigen (ohne Treppe und somit von den Pferden gut zu bewältigenden) Aufgang auf den oberen Burghof. Am letzten Abend habe ich es mir nicht nehmen lassen, meine Gewandung anzulegen, die ansonsten in diesem Jahr wegen des Ausfalls der Mittelalterfeste in Angelbachtal und Speyer schon im Schrank bleiben musste.

Da unser Heimweg nur zwei Stunden betrug, nutzten wir den Tag der Verabschiedung, um vor Ort mit dem Bergschluchtenpfad noch eine Tageswanderung zu unternehmen.

Fazit: Ein wunderschöner Reiturlaub mit einer sympathischen Reitgruppe sowie wunderbaren Gastgebern, die zudem mit viel Herzblut die Ehrenburg als besonderen Ort hegen und pflegen. Die Pferde sind dank natürlicher, artgerechter Haltung angenehme Partner bei den schönen Wanderritten in abwechslungsreicher Umgebung. Und die Ehrenburg ist ein besonderer Ort mit viel mittelalterlichem Flair. Wir konnten während dieser eigentlich nur wenigen Tage ganz wunderbar abschalten und genießen.

Die Ehrenburg vom Picknickplatz bei Brodenbach an der Mosel aus
Impression vom Doppelturm am Sonntag, an dem viele Besucher kommen
Oben auf dem Doppelturm
Immer noch auf Doppelturm
Einblicke vom Erkundungsgang auf der Burg
Unter der Brücke
Burg von außen, aus der Perspektive von unter der Brücke
Am letzten Abend
Peter und ich auf unseren vierhufigen Partnern dieser Sternritte: Prinz (Peter) und Lilli (ich) – die beiden sind übrigens Mama und Sohn!
Unterwegs: Am Mittwoch sind wir durch diese Schlucht hinunter geritten, am Donnerstag führte unsere Wanderung entlang des Bergschluchtenpfades uns durch dieselbe Schlucht in die andere Richtung bergauf. Das Foto stammt von Donnerstag.
Impression aus Brodenbach. Auch hier waren wir bereits am Mittwoch entlang geritten, am Donnerstag auf dem Bergschluchtenpfad ergab sich diese Fotokomposition mit Miezekatze.

Ecuador 2019: Fazit und Abschluss

Durch die vielen Galápagos-Postings kommt das Fazit dieses Mal erst zwei Wochen nach unserer Rückkehr. Doch ich hatte einfach das Bedürfnis, mir noch einmal die unterschiedlichen Orte auf den Inseln durch den Kopf gehen und die vielen Erlebnisse Revue passieren zu lassen – und ich wollte auch nicht zu viele Fotos auf einmal in einzelne Postings einbinden.

Einen Link habe ich noch: In diesem Google-Album habe ich drei Videos unseres Galápagos-Guides Martín hochgeladen. Die Videos sind zu groß, um sie hier im Blog einzubinden. Dort sind Unterwasser-Impressionen von Port Egas und Bartolomé zu sehen.

Durch die drei großen Stationen Regenwald, Anden, Galápagos fühlte sich unsere Reise fast an wie drei Urlaube auf einmal. Alle drei hatten enorme Höhepunkte anzubieten! Wir hatten uns entschieden, eher auf mehr verschiedene Stationen zu verzichten, um einzelne Stationen dadurch intensiver erleben zu können. Diese Vorgehensweise hat sich auf jeden Fall für uns als sehr gut erwiesen. Zum Beispiel konnten wir nur hierdurch das ganz besondere Erlebnis des Campings im Regenwald genießen!

Gebucht haben wir mit ECUADORline, die Planung hatten wir im November 2018 begonnen. Als erstes haben wir ein ausführliches Telefongespräch geführt. Neben vielen Informationen zu Ecuador, möglichen Reiseverläufen und viel entstehender Vorfreude wurde sehr genau nachgefragt, was wir uns wie vorstellen. Daraus resultierte dann nach und nach unser individueller Reiseplan. Den Flug haben wir separat gebucht, die Auswahl der Fluggesellschaft (KLM) fiel aber bereits unter Berücksichtigung der Empfehlungen und zusätzlichen Informationen. Wir fühlten uns ganz hervorragend betreut, und die Organisation war absolut super. Ganz herzlichen Dank an Frau Falk-Neubert und Herrn Vogel von ECUADORLline!

Damit schließe ich nun die Berichterstattung zu unserem Ecuador-Urlaub. Ich danke allen Leserinnen und Lesern fürs Verfolgen, sei es aktiv oder passiv, unserer Erlebnisse. Unsere nächsten Pläne stehen noch nicht fest – am besten also den RSS-Feed abonnieren (ist auf der Eingangsseite verlinkt), um beim nächsten Mal direkt mitzubekommen, wenn wir wieder auf Achse sind.