Zwei Tage radfahren liegen jetzt hinter mir. Es war heiß und der erste Tag auch lang. Im Gegensatz zum Wandern hat sich aber noch kein Muskelkater angemeldet. Doch der Reihe nach. Am Donnerstag früh startete ich an der Donau und kam gleich gut voran. Der Weg driftet häufiger von der Donau weg. Ich blieb aber in Ufernähe und geriet prompt auf eine lange Landzunge, was ich erst an ihrem Ende bemerkte und dann ca. 5km wieder zurückfahren durfte. Seitdem bleib ich, auch wenn es langweiliger ist, fast immer auf der ausgeschilderten Route.
Am Nachmittag begab ich mich auf einen längeren Abstecher nach Carnuntum, einer riesigen römischen Ausgrabung. Wahrscheinlich ist es notwendig einen ganzen Tag in dem Gebiet zu verbringen. Ich bekam nur einen flüchtigen Eindruck der wiederaufgebauten Gebäude.
Nach einem kurzen Schauer mit Regenbogen erreichte ich am Abend Bratislava. Der Tageskilometerzähler zeigte 91km. Den Spaziergang durch die Stadt zur Burg hinauf verschob ich deshalb auf den nächsten Morgen.
In Bratislava traf Mittelalter auf den real existierenden Sozialismus. Letzterer wurde aber schon ziemlich radikal in die Außenbezirke der Stadt verdrängt.
Nach dem Stadtrundgang ging es wieder mit dem Rad weiter nach Ungarn. Die Tour war mit 42km deutlich kürzer, leider gab es aber nur wenig zu sehen. Ungarn ist halt platt und weit, was die allgemein gute Laune der Touristen und Einwohner aber nicht schmälert.
Jetzt sitze ich in der pituresken Kleinstadt Mosonmagyaróvá. Morgen geht es nach Győr.
Wien, Donau und mein Fahrrad.Das Römerlager Carnuntum. Einige (die meisten) Ausgrabungen sind noch im Rohzustand . Einige Häuser sind aber mit viel Fantasie wieder aufgebaut worden und können besichtigt werden.Im Inneren eines Hauses.Regenbogen bei 33°CBratislava bei Nacht … .Grenzübergang nach Ungarn … und die Burg bei TagMosonmagyaróvár
Ich muss Urlaub abbauen und bin deshalb mal allein unterwegs. Schon lange reizte mich mal eine längere Radtour. Als Einstieg bietet sich die Donau an. Spontan entschied ich mich für die Route von Wien nach Budapest.
Gestern brauchte ich den gesamten Tag für die Anreise per Bahn. Der Radtransport verlief problemlos, nur ist es schwieriger, bei Verspätungen spontan auf andere Züge auszuweichen, was mir vier Stunden Bonusaufenhalt in München ermöglichte (ohne Bilder, mit Radler).
Bevor es wirklich losgeht, stand heute aber ein Nostalgietag auf dem Programm. Im Winter 2020 waren wir zuletzt in Wien. An einige Dinge meiner Auslandssemester 95/96 kann ich mich auch noch dunkel erinnern. Wien ist vielleicht die Großstadt, in der ich die meiste Zeit verbrachte. Sympathisch aber etwas konservativ hatte ich sie in Erinnerung . Das hat sich geändert. Jetzt präsentiert sich Wien modern, jung, ökologisch, weltoffen – irgendwie fast schon utopisch. Die breite Alleen wurden konsequent in Fahrradstraßen umgewidmet. Überhaupt ist die Stadt eine einzige Fahrradstraße, Autos scheinen nur noch mitgemeint und toleriert zu sein. Überall stehen Wasserspender namens Brunnhilde herum. Beim Filmfestival gibt es Getränke selbstverständlich in echten Gläsern. Auf Pfand wird verzichtet.
Doch der Reihe nach. Ich beginne den Tag am Stephansdom. Von den Kirchen Wiens ist mir die Karlskirche zwar lieber, aber in Fortsetzung unserer Studien in der Normandie ist es interessant, die Gotik Wiens nochmal genauer zu betrachten.
Jeder Besuch Wiens sollte eigentlich das obere Belvedere beinhalten. Ich plane aber spontan um und gehe ins Museumsquartier. Dort gibt es den Neubau des Leopoldmuseums zur Kunst Wiens des 19ten und frühen 20ten Jahrhunderts – der vielleicht spannendsten Epoche der Stadt.
Zwei Stunden später geht es weiter zum Naschmarkt – meinem persönlichen Problemmarkt. Direkt neben der Technischen Universität gelegen lockte er schon zu. Studizeiten immer mit seinen kulinarischen Angeboten, die ich mir damals aber überhaupt gar nicht leisten wollte. Im Winter 2020 war es zu kalt und nass, um länger zu verweilen. Und jetzt? Jetzt hatte ich die Qual der Wahl nur eine Schnabulität verspeisen zu können. Sushi? Falafel? Pasta? Fisch? – Nach mehrmaligen hin und her schlendern gewinnt das Meeresfrüchterisotto…
Es wird heißer und heißer, und ich komme nur noch langsam voran. Am Rathaus – dem einzigen, das auch ein angemessener Wohnsitz Cinderellas sein könnte – beende ich meinen Rundgang. Am Abend findet dort ein Filmfestival mit dem Operkurzfilm Josefine statt.
Morgen geht es nach Bratislava. Vermutlich bin ich dann zu erschöpft zum Bloggen…
P.S. die folgende Bilderstrecke ist etwas länger. Ich habe sie aber schon stark gekürzt.
Die offensichtlichste Besonderheit des Stephansdom ist offensichtlich nicht zu sehen. So prunkvoll der eine Turm ist, so versteckt sich der andere sehr kurz geratene hinter dem gewaltigen Bauwerk.Brunnhilde sorgt für Abkühlung …… ebenso solarbetriebene WassersprenklerEin schmaleres Exemplar der Gattung „Fahrradstraße“Ein Exemplar der Gattung „Wiener Großskulptur“Katze mit Frau (Leopoldmuseum)Katze mit Klimt (Leopoldmuseum)Wir ahnten es schon lange: 2001 wurde beim Domino spielen erdacht (Leopoldmuseum)Auch Häuser dürfen Emotionen zeigen (Leopoldmuseum)
Impressionen vom Museumsquartier
EbensoSo ganz unpolitisch ist Wien nicht geworden.Ein eigenes Ampelmännchen gibt es auch.Kamele in Wien?… die Spur führt in den Theseustempel …(kein Stempel)im Tempel: ein Kamelrücken – eine Allegorie auf Kamelhaar und Ölfässer.Wenn der Blick einmal geschult ist … noch ein Kamel.Neben meinem Hotel: der Obelixturm – kein Witz.Kino vor dem Märchenrathaus.
Auf dem Weg nach Bayeux unternahmen wir zunächst eine Wanderung in der Suisse Normande, erneut eine Empfehlung aus unserem Reiseführer. Wir hatten die 2022er Auflage zur Normandie von Reise Know-how, sowie eine Ausgabe des DuMont Kunstreiseführers aus den 80er Jahren, der für die Orte mit viel älteren Gebäuden immer noch bestens geeignet war.
In Bayeux haben wir am Freitag zuerst den weltberühmten Teppich besucht. Mit einem Audioguide wird man recht eng getaktet entlang des Werkes geleitet – aber wohl nur so ist es möglich, die vielen Touristen zu organisieren. Nach dem Original gibt es im ersten Stock eine Ausstellung zur Herstellung des Teppichs, sowie zur Geschichte. Der Teppich hat mich ehrlich gesagt sehr beeindruckt. Wenn ich in meinem eigenen Tempo gegangen wäre, hätte ich garantiert den Betrieb sehr aufgehalten. Ganz, ganz großartig – und leider kann ich gar keine optischen Eindrücke teilen, denn im abgedunkelten und klimatisierten Raum ist Fotografieren kaum möglich.
Weiterer Höhepunkt von Bayeux ist die Kathedrale. Diese wurde in normannischer Zeit begonnen, aber mit gotischen Elementen erweitert. Die Krypta wurde irgendwann zugeschüttet und dann später wieder freigelegt.
Am Freitag Abend fand als Auftakt des Mittelalterfestes die Große Parade statt. Das Thema lautete „Erde“, und so waren zum Beispiel Faune unterwegs. Das zeigt schon: Das Thema Mittelalter wird hier durchaus fantastisch ausgelegt. Rund um die Kathedrale ist der Markt aufgebaut, den wir am Samstag ausführlich schlendernd besucht haben. Ein wenig eingekauft haben wir auch, wobei sich unsere Einkäufe auf Kulinarisches beziehen, darunter Honig und Käse. Einige Vorführungen sind den Tag über verteilt, darunter spontane Einlagen von kleinen Musikgruppen oder feste Programmpunkte mit Gauklern. Und natürlich gab es auch einfach viele gewandete und verkleidete Besucherinnen und Besucher des Festes zu sehen. Und… der Stand mit der längsten Schlange beim Ritterfest in Angelbachtal ist ja der Crêpe-Stand. Kein Problem hier: Ein Crêpe-Stand reiht sich an den nächsten.
Fazit: Wir blicken auf einen sehr schönen Urlaub zurück. Zwei Besonderheiten sind zu nennen. Zum einen haben wir seit langem mal wieder gezeltet. Zuletzt hatten wir 2017 in Kanada bei der Tour mit Packpferden vier Nächte im Zelt verbracht. Wir sind offensichtlich noch nicht zu alt dafür, denn wir haben einen schönen Campingurlaub verbracht, bei dem auch die Zeit zum Lesen und Spielen nicht zu kurz kam.
Zum anderen war dies der erste Auslandseinsatz unseres Elektroautos. Frankreich ist hier bestens ausgestattet. Wir hatten mehrmals während unserer Ausflüge auch in kleineren Orten Ladesäulen angesteuert und das Auto geladen, während wir unterwegs waren. Dass dabei ab und an mehrere Versuche nötig sind, um das Laden zu starten, kennen wir auch aus Deutschland. Auf den Autobahnen gibt es immer wieder Schnelllader. Insgesamt war es sehr unkompliziert. Im September sind wir in Südtirol, da darf dann auch Italien zeigen, was es in punkto Elektromobilität drauf hat…
Auf dem Weg nach Bayeux: Wanderung in der Suisse Normande, hier mit Blick auf das Viaduc de Clécy.Eindruck aus Bayeux.Kathedrale von Bayeux – rund herum findet an diesem Wochenende das Mittelalterfest statt.In der Kathedrale von Bayeux.Krypta der Kathedrale.Normannische Muster und Details in der Kathedrale.Zum Auftakt des Mittelalterfestes: Große Parade aller Darsteller und Gruppen. Was mir persönlich sehr gefällt und sympathisch ist: Auch lokale Gruppen machen hier mit, darunter auch zum Beispiel mit Menschen im Rollstuhl – die einen besonderen Applaus erhielten und sichtlich glücklich darüber waren.Markt rund um die Kathedrale.Mittelalter ist hier breit gefasst und lässt durchaus auch Fantasy zu.Am Samstag beim ausführlichen Schlendern über das Fest und den Markt habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, selbst Gewandung anzulegen.
Ein touristisches Super Highlight wollten wir nicht auslassen, zumal wir voriges Jahr das Gegenstück Saint Michael‘s Mount in Cornwall auslassen mussten (dafür gab es ja dann das Golowan Festival in Penzance, was beileibe kein schlechter Ersatz war!). Und so machten wir uns von der Westküste des Cotentin, wo wir einen Campingplatz am Strand hatten, auf zum Mont Saint Michel. Kurz vorher die Logistik geprüft: Karten für die Abtei muss man derzeit nicht vorbuchen. Nächste Woche mag das anders werden: Am Wochenende starten die großen Ferien in Frankreich…
Von der Ferne schon sieht man die Insel über die Landschaft ragen. Parkplätze sind mehr als 2km von der Insel entfernt, man hat die Wahl zwischen kostenlosem Transfer mit dem Bus oder laufen. Wir entschieden uns für letzteres, um auch den Anblick auf uns wirken lassen zu können. Ein wenig nass sind wir dabei geworden, hatten uns keinen Regenschutz mitgenommen und gerieten in einen kleinen Regenguss. Aber halb so schlimm, immerhin hatten wir ansonsten gutes, wenn auch zum Glück nicht zu heißes Wetter gehabt.
Erster Eindruck nach Ankunft auf der Insel: Es ist VOLL! Die kleinen Gassen sind so mit Menschen gefüllt, dass kaum Durchkommen ist. Wegen des Regens stehen an allen auch nur etwas überdachten Stellen die Menschen, die Schutz vor dem Wetter suchen. Den Eintritt für die Abtei selbst hatten wir bereits am Parkplatz gezahlt, also einfach immer weiter nach oben, bis wir in die Kirche gelangten. Auch hier wieder: Verschiedene Stile kommen zusammen. Man wird durch einige Räume der Abtei geschleust, leider mit wenigen Erklärungen, wir nehmen uns gleich in der Kirche unseren Reiseführer vor und lesen uns gegenseitig vor. Schönstes Detail: Der Abt musste vom Heiligen Namensgeber gleich drei Mal aufgefordert werden, doch bitte eine Kirche hier zu bauen. Bei, dritten Mal mit so viel Nachdruck, dass der Legende nach ein Loch im Schädel des Kirchenmannes zurückblieb…
Wir spazierten nach Besichtigung der Abtei noch ein wenig auf der Insel umher, fanden die Massen an Touristen und das überteuerte Angebot an Gastronomie und Touristennepp aber eher nur so mittelgut und fuhren lieber weiter nach Falaise.
An diesem Geburtsort von William the Conqueror besichtigten wir am nächsten Tag zunächst die Burg. Ganz interessant: Mit Tablets ausgestattet konnte man in den verschiedenen Räumen virtuelle Ansichten der Burg betrachten, wie es zur Zeit im 11. Jahrhundert ausgesehen haben könnte. Das war ganz gut gemacht. Allgemein waren die Informationen unterhaltsam aufbereitet, wir haben uns hier gerne ausführlich in den verschiedenen Räumen mit dem unterschiedlichen Aspekten beschäftigt und so auch den Stammbaum der englischen Könige nochmal nachvollzogen.
In Falaise haben wir dann zwei Kirchen besichtigt, sowie das Automatenmuseum. Letzteres war wirklich hübsch aufbereitet. Animierte Figurengruppen, die zu unterschiedlichen Themen als Ensemble aufbereitet wurden, waren ausgestellt. Sie stammten etwa aus den 20er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, haben also auch einen interessanten Spiegel dieser Zeit gegeben. An satirischen Elementen wurde dabei nicht gespart… Insgesamt ein unerwartetes, aber hochwillkommenes kleines Highlight!
Unsere letzte Station ist Bayeux. Hierzu wird es dann den abschließenden Artikel hier im Blog zu unserer Normandie-Reise geben. Auf dem Weg nach Bayeux haben wir noch eine kleine Rundwanderung in der Suisse Normande unternommen. Schöne Ausblicke und mehrere Überquerungen des Flusses Orne haben uns schöne Eindrücke aus Natur und Landschaft bei sonnigem, aber nicht zu heißem Wetter beschert.
Mont Saint MichelIn der Abteikirche von Mont Saint MichelAls wir dort waren, war gerade Ebbe…Falaise: Die Burg, auf der William the Conqueror geboren worden sein soll.Kirche in Falaise, mir gefiel vor allem die Holzdecke auch sehr. Falaise war wegen des erbitterten Widerstandes der Deutschen und dadurch resultierender Bombardierung durch die Alliierten sehr stark zerstört im Zweiten Weltkrieg. Impression aus dem Automatenmuseum.La Suisse Normande: Blick vom Wanderweg GR36 auf das Viaduc de Clécy.
Ein Ausflug nach Caen führte uns zur Burg, was sehr ernüchternd war: Große Baustelle, nicht viel zu sehen. Nach den Museen in der Burg stand uns nicht der Sinn, wir wollten ja auch noch die Abteien der Männer und der Frauen besuchen. Diese wurden von Wilhelm dem Eroberer und seiner Frau gestiftet, um sich mit der Kirche gut zu stellen – diese hatte Einwände gegen die Ehe und wurde so besänftigt. Caen war stark bombardiert worden im Zweiten Weltkrieg, und so ist viel von der Substanz verloren gegangen. Zum Abschluss des Ausflugs in die Stadt aßen wir in einer Crêperie.
Der darauffolgende Tag war Utah Beach gewidmet, dem westlichsten der Landungsstrände. Ein langer Spaziergang am Strand entlang führte uns zu einem Bunker und zu Schiffswracks. Und gab uns einen Eindruck der Beschaffenheit mit dem flachen langen Strand. Abschließend besichtigten wir das Musée du Débarquement. Hier wurden verschiedene Aspekte der Invasion gezeigt, auch viele persönliche Gegenstände von Beteiligten aller Seiten. Es ist schwer zu schildern, was wir alles gelernt haben, es waren viele Eindrücke zu unterschiedlichsten Aspekten. Die Motivation, nochmal intensiver nachzulesen und zu recherchieren ist auf jeden Fall gegeben.
Auch einen Wandertag entlang der Küste haben wir eingelegt. Von unserem Campingplatz in Sainte-Mère-Église fuhren wir an die nordlichwestliche Spitze der Halbinsel Coutentin und unternahmen eine Rundwanderung mit langem Küstenabschnitt, die in unserem Reiseführer empfohlen worden war. Sehr interessant die Ähnlichkeit zur englischen Küste im Süden bzw. Westen.
Heute schließlich haben wir drei Besichtigungen unternommen. Die erste führte uns nach Coutances zur dortigen Kathedrale, die auf einer romanischen Basis aufbaute in einem frühgotischen Stil. Faszinierend wie schon in Reims und Rouen der Lichteinfall, die vielen Details und auch die Konstruktion, die man vor allem beim Gang um die Kirche herum genauer studieren kann. Sehr faszinierend.
Die Abbaye de Hambye war ein Kloster, das über mehrere Jahrhunderte betrieben wurde. Die Ruinen sind noch erhalten, und eine Familie hat all dies gekauft und widmet sich nun dem Erhalt. Wie auch in Tintern Abbey in Wales und in Jumièges wurde der verlassene Bau als Quelle für Baumaterial genutzt. Die Atmosphäre in den Ruinen ist einzigartig und lädt zum Einnehmen immer wieder anderer Perspektiven ein. Die umliegenden Gebäude der Abtei reichen von den geistlichen Räumen und Gebäuden bis hin zu den der Landwirtschaft und alltäglichen Betrieb gewidmeten Bereiche der Abtei.
Schließlich wollten wir noch ein weltliches altes Gemäuer besuchen. Hierzu fanden wir heraus, dass in der Nähe von Coutances das Château de Gratot liegt. Dieses wurde über Jahrhunderte von einer Familie bewohnt, die immer wieder Modernisierungen und Verbesserungen vornahm. Das Château ist nun auch mehr eine Ruine, die auf ehrenamtlicher Basis restauriert wird. Es hat viel Spaß gemacht, dort über das Gelände zu laufen und auch insgesamt drei der Türme erklimmen zu dürfen.
Abtei der Männer in Caen, gegründet von Wilhelm dem Eroberer, dessen Grab auf dem Foto zu sehen ist.Bunker am Utah Beach.Schiffswracks von der Invasionsflotte am Utah Beach. Im Vordergrund: Austernzucht.Kirche in Sainte-Mère-Église. Wir übernachteten in diesem Ort. In Gedenken an den D-Day hängt eine Puppe mit Fallschirm am Kirchturm – auf diese Weise strandete am 6.6.44 ein amerikanischer Fallschirmspringer.Wanderung entlang der Küste am Nez de Jobourg mit Blick auf die Kanalinseln. Leicht zu erkennen: Invasion wäre hier sehr viel schwerer gewesen. Dafür für uns eine Erinnerung an den South West Coast Path vom Vorjahr, die Wege direkt an der Küste waren ähnlich…Die Häuser erinnern sehr an englische Cottages. Immerhin haben beide Seiten des Kanals die normannischen Vorfahren gemeinsam…Kathedrale in Coutances: Frühgotisch mit romanischen Ursprüngen. Insgesamt sehr faszinierend.Im Jardin des Plantes in Coutances.Abbaye de Hambye: Ehemals Kloster, jetzt in Ruinen (hier die Kirche).Abbaye de Hambye: Weitere Gebäude der Abtei.Kapitelsaal in der Abtei.Und noch einmal die Kirche der Abtei. Ruinen von Kirchen haben es uns angetan.Nach all den Kirchen auch mal ein Chateau. Dieses mit Ursprüngen im 12. Jahrhundert, aber auch Erweiterungen aus der Renaissance.
Unser letzter Campingplatz war in Jumièges, und dort befand sich zu fränkischer und normannische Zeit eine Abtei. Diese wurde zur Zeit der Religionskriege im 16. Jahrhundert zerstört, und daher sind dort nur Ruinen zu besichtigen. Die erinnerten uns an die Ruinen von Tintern Abbey in Wales, die uns dort seinerzeit sehr fasziniert hatten. Eigentlich waren wir auf Jumièges nur wegen des Campingplatzes gekommen, doch dank unseres Reiseführers wurden wir auf dieses Kleinod aufmerksam und hatten so einen nachmittäglichen Abstecher mit wunderbaren Impressionen und einiger Geschichte.
Auf dem Weg Richtung der Landungsstrände machten wir einen Abstecher nach Étretat. Auf einer kurzen Wanderung entlang der Küste durften wir die Steilküste genießen, zusammen mit der berühmten Felsnadel.
Dem Thema D-Day näherten wir uns von Osten her. Mit drei Besichtigungen lernten wir einiges. In Merville hatten die Deutschen Befestigungen so gebaut, dass sie die Küste damit unter Beschuss hätten nehmen können. Mit Fallschirmspringern wurden diese am D-Day vor der eigentlichen Invasion eingenommen.
In Renville und Bénouville begann eine der ersten Operationen vom D-Day . Mit einer Art Segelflugzeug wurden Streitkräfte zu den zwei Brücken über dem Canal de Caen und dem Fluss Orne gebracht. Diese nahmen die Brücken unbeschädigt ein. Faszinierend dabei der Einsatz von unmotorisierten „Gliders“. Als drittes Museum erkundeten wir das Atlantikwall Museum in Ouistreham. Dieses befindet sich in einem Bunker, von dem aus man einen großen Küstenabschnitt im Blick hat.
Alles in allem ein geschichtlich sehr interessanter Tag, der ob des Themas durchaus nachdenklich stimmt. Erst vor wenigen Wochen waren die Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des D-Day, dem 6.6.1944. Wir planen im weiteren Verlauf des Urlaubs auch einen Tag an den amerikanischen Landungsstränden zu verbringen.
Abtei von JumiègesImpression in Jumièges 1Impression in Jumièges 2Die berühmten Felsen bei ÉtretatVon den Museen rund um den D-Day habe ich kaum Fotos gemacht. Hier der Eingangsbereich vom Atlantikwall Museum
Nach doch einigen Wochen mit viel Regen haben wir für unseren Urlaub gutes Wetter erwischt, zumindest für die ersten Tage, und die Vorhersage ist vielversprechend. Gar nicht so schlecht, denn wir haben uns entschieden, mal wieder campen zu gehen. Als Ziel haben wir uns die Normandie ausgesucht. Und Frankreich ist für uns, wohl wegen einiger Urlaube während des Studiums, irgendwie mit Camping verbunden.
Eingestiegen sind wir jedoch in der Champagne in Reims. Die dortige Kathedrale mit ihrem gotischen Baustil ist hinreißend schön, und dazu noch geschichtlich absolut bedeutender als Kirche, in der etliche französische Könige gekrönt wurden, aber auch etwa die französisch-deutsche Aussöhnung von de Gaulle und Adenauer besiegelt wurde.
Unser zweites Ziel Rouen knüpft an das Thema Gotik gleich an, auch hier die Kathedrale mit etlichen Details und lichtdurchflutet. In der Stadt viele Fachwerkhäuser.
Verbindendes Element der beiden Städte Reims und Rouen ist nicht nur die Gotik, sondern auch Jeanne d‘Arc. Reims ist die Stadt, die befreit werden musste, um dort die Krönung des Dauphin zu ermöglichen, was ihn erst zum König werden ließ. Und in Rouen wurde Jeanne d‘Arc schließlich verbrannt.
Wir lassen uns etwas treiben, denn wir haben nur die letzte Unterkunft, als Anschluss ein Hotel statt Zelt, in Bayeux vorgebucht. Auch neuere Geschichte (zumindest im Vergleich zur Gotik) planen wir zu erreisen. Für die Landungsstrände der Allierten vom D-Day hat uns Michael mit Fachliteratur ausgestattet. Und die knüpft ein wenig an unsere Reise voriges Jahr an, als wir uns in Bletchley Park auf die Spuren der Codebreaker der Enigma begeben haben.
Erster Stopp in der Nähe von ReimsKathedrale von ReimsEines von vielen Tieren, dass man an der Fassade entdecken kannWunderwerk der Gotik mit unglaublich vielen Details, zum Beispiel Tieren aller Art als WasserspeierBunt und lichtdurchflutetStatue der Jeanne d‘Arc vor der Kathedrale von ReimsKathedrale von Rouen: Ebenfalls Gotik und LichtIn der Kathedrale von Rouen im SeitenschiffRouen ist voller Fachwerkhäuser
Und schon sitzen wir am Flughafen auf dem Weg nach Hause… Zwei sehr ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Doch bevor ich zum Fazit komme, beschreibe ich noch kurz die beiden letzten Programmpunkte, zu denen es unten natürlich auch Impressionen im Bild gibt.
Von Chetumal an der Grenze zu Belize ging es zunächst über einige Stunden mit dem Bus die Küste entlang bis nach Tulum und von dort zunächst nach Cobá. Die dortige Ausgrabungsstätte liegt etwas im Landesinneren an einem See. Sie ist sehr weitläufig. Wer nicht so lange laufen mag, kann sogar Fahrräder mieten oder sich – ähnlich einer Rikscha – fahren lassen. In unserer Gruppe waren aber alle nach den vielen Stunden im Bus froh, sich ein wenig die Beine vertreten zu können.
Dank der Lage am See (und sicher weiterer Faktoren) war der Ort vergleichsweise lange besiedelt. Manches Gebäude hatte auch Erweiterungen erfahren. Der Einfluss von Teotihuacán ist an manchen Stellen zu sehen. Einige Stelen sind bei den Gebäuden zu finden, jedoch oft stark verwittert.
Eigentlich sollte es heute am letzten Tag noch zur Ausgrabungsstätte von Tulum gehen, die einen schönen Blick auf die Karibik haben soll. Doch wir mussten umplanen. Beste Möglichkeit für mich, einen kleinen Exkurs zu „Si no es una cosa, es otra“ (sinngemäß: „Irgendwas ist immer – wenn es nicht dies ist, ist es was anderes“) zu machen: In Mexiko gehen eben einfach die Uhren anders – und ein gutes Maß an Geduld und Flexibilität ist ebenfalls hilfreich. Es funktioniert eben nicht alles immer reibungslos. Am besten freundlich bleiben, nachfragen, bereit sein umzuschwenken (ich hatte gefühlt bei der Hälfte aller Bestellungen in Restaurants just das Gericht ausgewählt, das nicht mehr verfügbar war – hab aber immer was Leckeres bekommen). Wasser gibt es nicht immer bei den Toiletten in den Pausen, vor allem nicht durchgehend, wenn gleich von 20 Personen die meisten gleichzeitig müssen. Locker bleiben. Auch in den Hotelzimmern galt es immer mal, Klimaanlagen kreativ zu bedienen, sich wegen der Klospülung gut abzusprechen und auch mal eher lauwarm zu duschen. Beim Grenzübergang nach Belize auf dem Weg nach Lamanai galt gleich die Devise: Einfach machen, was angesagt wird – es weiß eh keiner, wie es dieses Mal sein wird, weil sich die Beamten jedes Mal ein anderes Prozedere ausdenken. Höflich bleiben, keine Widerrede leisten, und dann wird es schon klappen.
Weshalb hier der Exkurs? Die Stätte bei Tulum war kurzfristig für ein paar Tage geschlossen worden. Machte aber nix, unsere Reiseleitung recherchierte flugs eine Alternative und bot uns den Ausflug zu einem Cenote an, einem natürlichen Brunnen. Kurzer Rückblick: Bei Chichén Itzá gab es schon ein Bild von einem offenen Cenote. Rund um Tulum gibt es viele solcher Brunnen, von denen einige die Möglichkeit zum Schwimmen bieten. Das Becken ist relativ klein, bei insgesamt bis zu 14 Personen aus unserer Gruppe – wir waren direkt nach Öffnung die ersten und einige Zeit die einzigen Schwimmer – aber noch nicht überfüllt. Das Wasser türkisfarben wegen des Kalksteins. Im Wasser kleine Fische, die jedoch sehr harmlos waren. Ein tolles Erlebnis!
Jedenfalls liegt nun ein sehr ereignisreicher Urlaub hinter uns. Die vielen Informationen rund um die Maya, sowie zu Land und Leuten gilt es nun erstmal zu verarbeiten. Sicherlich wird es helfen, nochmal in Ruhe die Fotos zu sichten und mit den Tracks der verschiedenen Touren abzugleichen. Einiges gibt es nochmal nachzulesen.
Worüber ich etwas erstaunt war: Ich hatte schärferes Essen erwartet. Vielleicht bin ich da geprägt von Erfahrungen mit Tex-Mex-Food im Südwesten der USA. Insbesondere der Käse wie etwa zu Quesadilla (Tortilla zusammengeklappt und mit Käse drin gebraten oder frittiert) war sehr, sehr harmlos. Aber vielleicht liegt es auch an der Region. Sehr genossen haben wir jeden Tag frisches Obst, vor allem mit Papaya und richtig schön reifer und aromatischer Ananas zum Frühstück. Eher unbedeutend der Kaffee, aber macht nix.
Unterwegs waren wir, wie schon im vorigen Jahr in Neapel und Kampanien, mit Studiosus. Wie dort waren wir auch hier mit der Reiseleitung und auch der Gruppe sehr zufrieden. Alles sehr informativ im ersteren und harmonisch in beiden Fällen. Zudem ist es wirklich klasse, die ganze Organisation abgenommen zu bekommen. Natürlich macht es auch Spaß, sich ein Land selbst zu erschließen. Das machen wir dann bei einer zukünftigen Gelegenheit mal wieder. Hier hat uns alles auf jeden Fall sehr gut als Paket gefallen.
Hohe Pyramide von Cobá: Der untere, nach vorne abgesetzte Teil wurde erst später hinzugebaut.Immer wieder zu sehen: Die Natur hat hier eigentlich alles überwachsen. Bäume wegzunehmen bedeutet auch Risiko, denn die Steine können dadurch mit herunterkommen.Nochmal ein Gradgewölbe. Gut zu erkennen: Bauweise mit immer weiter nach innen reichenden Steinen, um schließlich den Abschluss oben einsetzen zu können.Dieses Gebäude wird als Observatorium interpretiert.Ja, und auch wieder ein Ballspielplatz. Die Ringe sind rekonstruiert.Baden im Cenote, einem natürlichen Brunnen, meist zugehörig zu einem Höhlenystem.Im Wasser: Kleine Fische, die harmlos umherschwimmen.Weihnachten wirft seine Schatten voraus. Natürlich nicht ohne Weihnachtspinguine.Hier ein Screenshot aller von mir aufgezeichneten Touren. Wer diese sehen möchte: Bitte mit mir in Kontakt treten, dann sende ich eine Beschreibung, wie man mir bei Komoot folgen kann. Ein Blick ins Impressum führt zu meiner Mailadresse.
Heute ging es für einen Tagesausflug ins Nachbarland Belize. Gestern waren wir bereits in Chetumal angekommen, das direkt an der Grenze liegt. Unser Ziel: Die Ausgrabungsstätte Lamanai in Belize. Erstes Abenteuer: Über die Grenze gelangen. Dank organisierter Reise wurden wir professionell hinübergeleitet. Natürlich hieß es Formulare ausfüllen…
Gute 60-90 Minuten fuhren wir zunächst mit dem Bus und stiegen dann in ein Boot um, das uns weitere 40km entlang des New River nach Lamanai brachte. Auf der Busfahrt erfuhren wir schon einiges über Belize. Dieses gehört zum Commonwealth, hat Englisch als Landessprache, misst Entfernungen in Meilen und hat gerade einmal 440.000 Einwohner. Und machte auf uns einen recht gelassenen, gechillten Eindruck.
Die Bootsfahrt ging motorgetrieben recht flott, auf der Hinfahrt gab es jedoch mehrere Stopps, um die Tierwelt zu bewundern. Zwei Eindrücke im Bild gibt es dann unten. In der Stätte selbst sind die Ausgrabungen noch recht frisch. Besonderheit: Die Stätte ist schon recht früh gegründet, weit vor der Zeitenwende – und hielt sich im Vergleich zu anderen Maya-Stätten recht lang. Der Fluss, über den wir ankamen, mündet vor der Stätte in einen See. Eine Theorie lautet, dass dieser einfache Zugang zu frischem Süßwasser dazu geführt hat, dass sich der Untergang hinauszog.
Nach einem stärkenden Picknick im Dschungel von Lamanai ging es auf selbem Wege zurück, inklusive Wiedereinreise nach Mexiko. Insgesamt ein sehr schöner und auch etwas abenteuerlicher Ausflug, der mit einem gemeinsamen Abendessen am Boulevard von Chetumal abgerundet wurde.
Morgen gibt es nochmal einen langen Fahrtag bis nach Tulum mit einer Besichtigung am Nachmittag in Cobá, am Dienstag noch ein Abschluss mit letzter Stippvisite der Stätte in Tulum selbst – und dann geht es zum Flughafen und nach Hause. Voraussichtlich werde ich entweder vor dem Abflug oder nach der Heimkehr nochmal von diesen beiden letzten Besichtigungen berichten und sicher auch ein vorläufiges Fazit ziehen.
Auf dem New River nach Lamanai.Tiere: Fruchtfledermäuse am Baum, vom Boot aus gesehen.Mehr Tiere: Stelzenvögel, die über die Seerosen liefen.Ausgrabungen in Lamanai.Weitere Impressionen aus Lamanai.Ich lasse einfach weiterhin die Bilder sprechen. Das Licht, sowie das Grün waren einfach umwerfend schön.
Um zur archäologischen Ausgrabung von Calakmul zu gelangen, bedarf es einer kleinen Expedition. Die Zufahrt ist so eng und kurvenreich, dass sie der große Bus gar nicht befahren kann. Wir sind daher mit der Gruppe in zwei Kleinbusse umgestiegen. Insgesamt 64km ging es über recht rumpelige Straßen.
Calakmul war der große Rivale von Tikal und sehr mächtig. Es war also ein bedeutender Ort mit seiner Blütezeit in der klassischen Epoche der Maya. Die meisten unserer besuchten Stätte waren ebenfalls in dieser Epoche aktiv, die in etwa 500-900 unserer Zeitrechnung liegt. In Calakmul haben die Archäologen zwar sehr schöne Gebäude gefunden, aber wenige verwertbare Informationen: Die zwar vorhandenen Stelen waren sehr stark verwittert und kaum mehr lesbar. Oder einige von ihnen wurden abgeschnitten und an private Sammler verkauft. Jedenfalls konnten so manche Informationen nur indirekt über aufgeschriebene Sachen an anderen Orten erschlossen werden.
Calakmul liegt mitten im Regenwald in der Nähe zu Guatemala. Entsprechend grün ist es, und wir konnten auch Tierwelt bejubeln. Zum Glück darf man auf die Pyramiden hinaufsteigen, für die beiden größten hat die Zeit gereicht. Das gibt nicht nur einen schönen Überblick, sondern befindet sich auf Höhe der Baumkronen. Dadurch konnten wir eine Familie an Brüllaffen etwas intensiver beobachten.
Derzeit findet auf der Yucatan-Halbinsel der Bau des „Tren Maya“ statt. Dieses Projekt des derzeitigen Präsidenten soll die Eisenbahn in diese Region bringen. Besonders auf der Strecke, die uns von Palenque nach Calakmul (bzw. zu unserem Hotel nach Chicanná) brachte, haben wir dies zu spüren bekommen: Sehr viel Lastverkehr mit Material für die Eisenbahn, ständige Baustellen mit Fahrbahnverengung und direkt neben der Straße konnten wir die Baustelle sehen. Von der Eisenbahn verspricht man sich eine Ankurbelung des Tourismus. Aber ob das hilft? Für den Güterverkehr mag die Eisenbahn allerdings allemal etwas bringen.
Zurück von Calakmul blieb noch Zeit am Nachmittag. Denn von der Stätte mussten wir zeitig aufbrechen – auch die Zufahrt ist im Bau, und auf halber Höhe zur Stätte entsteht ein Hotel, dessen Bautätigkeit ab dem Nachmittag die Straße für allgemeinen Verkehr praktisch unbefahrbar macht. Wir konnten daher zeitlich noch die verhältnismäßig kleine Ausgrabungsstätte Becán besuchen. Diese hat als Besonderheit, dass die Stadt mit einem Graben befestigt ist. Ferner konnten wir recht viele Räume sehen – meist stehen sonst die Pyramiden und Tempel im Mittelpunkt. Auf jeden Fall auch dies eine sehr schöne Besichtigung – gut, dass wir nochmal nach der anstrengenden Fahrt nach Calakmul die Energie aufgebracht hatten.
Da rund um Calakmul nicht ans Bloggen zu denken war – internetfreie Zone sozusagen – gibt es gleich noch vom folgenden Tag einige Eindrücke. Wir sind mittlerweile an der Karibik angekommen. Ein etwas ruhigerer Tag führte uns nach Bacalar, wo wir eine Bootsfahrt durch die Lagune machten, in einem Fischrestaurant aßen und noch auf einem Musikfestival etwas Lokalkolorit mitbekamen.
Blick von der einen Pyramide in Calakmul.Pyramide von unten.Blick von der anderen Pyramide hinüber zur ersten: Diese ist auf der hier herüber zeigenden Seite zugewachsen, man sieht also nur eine Art grünen Hügel.Von der Pyramide aus hatten wir Blick auf einige Brüllaffen. Die fühlten sich in sicherem Abstand wohl genug, also nicht bedroht und brüllten daher nicht herum.Zweite besteigbare Pyramide in Calakmul.Hier der Versuch zu zeigen, wie steil es hinunter geht. Wenn man eher seitwärts geht, gelangt man jedoch recht gut wieder hinunter.Nun nach Becán: Hier standen weniger Pyramiden im Mittelpunkt. Wir konnten in Innenhöfe gehen, von denen Räume abgingen. Erhöhte Bereiche (nicht im Bild zu sehen) könnten Bettstätten gewesen sein.Überall im Mayagebiet sind uns schon die Grad-Gewölbe begegnet.Möglicherweise ein Wohnraum, und der erhöhte Bereich vielleicht eine Bettstätte. Auf jeden Fall: Einzige Lichtquelle wäre durch die Tür gewesen.Und in Becán endlich wieder ein Ballspielplatz… in Calakmul war (noch?) keiner gefunden worden, bzw. wir waren an keinem vorbeigekommen, es gab aber sicher einen.Mit dem Boot entlang der Laguna de Bacalar.Auf dem Musikfestival: „Vogelmenschen“ – allerdings nicht aus einer der Regionen, die wir besucht haben, dennoch natürlich ein Hingucker. Action gab es übrigens erst, als bei allen Umstehenden ein Scherflein erbeten worden war.